1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Ostmitteleuropa

Fast die Hälfte der Slowaken möchte in der EU arbeiten

– Wichtigster Beweggrund ist das Geld

Bratislava, 24.3.2003, RADIO SLOWAKEI, deutsch

Nach dem EU-Beitritt haben 47 Prozent der Slowaken vor, in den EU-Staaten zu arbeiten. Laut einer Umfrage des Forschungsinstituts für Arbeit, Soziales und Familie äußern das größte Interesse junge Leute im Alter von 18 bis 25 Jahren und Ledige ohne unversorgte Kinder. Die wichtigste Tatsache einer solchen Entscheidung scheint ausschließlich das Geld zu sein. Der Durchschnittslohn in der Slowakei macht laut Statistik nämlich nur 35 Prozent des EU-Durchschnittslohns aus. In den EU-Ländern sind auch die Renten und das Sozialgeld höher. Der Leiter der Kanzlei des Europaparlaments in der Slowakei Azelio Fulmini bekommt am öftesten die folgende Frage gestellt: "Wie könnte ich eine Arbeitsstelle in der EU bekommen?" Einen Job in der EU zu bekommen, dafür sind hervorragende Sprachkenntnisse unvermeidlich. Ein Beispiel: Falls jemand Lehrer in Schweden werden möchte, hat er sich den schwedischen Gesetzen anzupassen und muss fähig sein, alles, was die Normen vorschreiben, auf Schwedisch zu unterrichten.

Falls ein slowakischer Bürger aus irgendeiner Quelle eine Arbeitsstelle in Griechenland findet, wird er sein Gesuch hinschicken und am Wettbewerb teilnehmen. Im Falle des Erfolgs kann er sofort die Stelle antreten, ohne eine Arbeitsbewilligung erledigen zu müssen.

Bei einigen Berufen wird die EU die Bildung ohne Weiteres anerkennen. Es war auch bisher möglich, in einem anderen Land – Österreich oder Deutschland – zu arbeiten, die Beschränkungen (Limits) waren jedoch markant. Die Länder haben nämlich niedrige Arbeitsbewilligungsquoten für Fremde, und auch diese nur für ausgewählte Tätigkeiten. Es war möglich, auch aufgrund spezieller Bewilligungen Arbeit zu bekommen, z. B. bei den Computerexperten. Am wichtigsten war jedoch die Stellungnahme des Arbeitgebers. Falls er am fremden Arbeiter Interesse hatte, erduldete er den Kampf mit der Bürokratie. (fp)

  • Datum 25.03.2003
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/3QeS
  • Datum 25.03.2003
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/3QeS