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Aktuell Deutschland

Fast alle Tatverdächtigen der Kölner Silvesternacht sind Ausländer

Die Aufarbeitung der frauenverachtenden Übergriffe in der Silvesternacht in Köln bestätigt die bisherige Annahme: Die Verdächtigen kommen fast ausschließlich aus dem Ausland - zu zwei Dritteln aus Marokko oder Algerien.

Deutschland Silvesternacht vor dem Hauptbahnhof in Köln Männer vor dem Hauptbahnhof (Foto: dpa)

Vor dem Kölner Hauptbahnhof waren Frauen von Männergruppen umzingelt, begrapscht und ausgeraubt worden

Das geht aus einem Bericht des nordrhein-westfälischen Innenministers Ralf Jäger (SPD) an den Düsseldorfer Landtag hervor. Darin heißt es, 149 der Tatverdächtigen seien nichtdeutscher Nationalität. 103 von ihnen stammten aus Marokko und Algerien.

Laut dem Bericht hat die Kölner "Ermittlungsgruppe Neujahr" bis Ende März 1527 Straftaten mit 1218 Opfern erfasst - etwa die Hälfte von ihnen wurden Opfer von Sexualdelikten. In 185 von 529 Fällen wurde gleichzeitig mit der Sexualstraftat auch ein Diebstahlsdelikt angezeigt. Dazu wurden bislang 153 Tatverdächtige ermittelt, von denen 149 Ausländer sind. Bei vielen von ihnen handelt es sich um Asylbewerber und Migranten mit ungeklärtem Aufenthaltsstatus.

Deutschland Ralf Jäger Debatte im NRW Landtag

Der Bericht von Innenminister Ralf Jäger (SPD) soll am Donnerstag im Düsseldorfer Landtag diskutiert werden

Frauen gezielt sexuell belästigt und drangsaliert

Gruppen von Männern hatten in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof massenhaft Frauen sexuell belästigt, drangsaliert und ausgeraubt. In den Tagen danach war bereits darüber spekuliert worden, dass es sich bei den Tätern überwiegend um Menschen mit nordafrikanischen Wurzeln handele.

Am Donnerstag beschäftigt sich der Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags mit dem aktuellen Sachstand. Laut Bericht des Innenministers haben 68 Personen den Status als Asylbewerber, 18 halten sich vermutlich illegal in Deutschland auf und bei 47 weiteren ist der ausländerrechtliche Status ungeklärt. 4 Personen sind als unbegleitete minderjährige Flüchtlinge registriert. 24 seien aktuell noch in Untersuchungshaft, berichtete Jäger. In 68 Fällen werde geprüft, ob der Aufenthalt beendet werden kann.

uh/dj (dpa, afp)

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