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Indonesien

Fast 50.000 Menschen flüchten vor Vulkan in Bali

Seit August bebt es in dem über 3000 Meter hohen Berg auf der Urlaubsinsel. Die Angst vor einem unmittelbar bevorstehenden Ausbruch des Vulkans Mount Agung auf Bali wird immer größer.

Mittlerweile haben 49.300 Menschen ihre Unterkünfte verlassen. Während manche auf die Nachbarinseln fliehen, weigern sich andere, trotz höchster Alarmstufe, die Gefahrenzone zu verlassen. Die Behörden wiesen an, mindestens zwölf Kilometer Abstand von Mount Agung zu halten.

In den sozialen Netzwerken kursieren derweil Bilder, die einen angeblich bereits ausgebrochenen Vulkan auf Bali zeigen. Der Sprecher der nationalen Katastrophenschutzbehörde, Sutopo Nugroho, stellte klar: "Der Mount Agung ist nicht ausgebrochen. Das sind Bilder von anderen Vulkanen."

Bali Sorge vor Vulkanausbruch - 11 000 Menschen verlassen Häuser (Reuters/Antara Foto/N. Budhiana)

Die Notunterkünfte werden voller, mehr als 60.000 Menschen leben in der Gefahrenzone

Rund 62.000 Menschen leben in der Gefahrenzone. Der Berg, etwa 75 Kilometer von dem Tourismuszentrum Kuta entfernt, ist den Einwohnern Balis heilig. Dort befindet sich der hinduistische Tempel Pura Basakih, der viele Altäre, Schreine und wertvolle Statuen enthält. Die Stätte ist das höchste hinduistische Heiligtum Balis. Dafür ist er auch unter ausländischen Urlaubern und Wanderern sehr beliebt.

Letzter Ausbruch vor mehr als 50 Jahren

Mit 3030 Metern ist der Mount Agung der höchste Berg der Insel. Zuletzt war der Vulkan 1963 ausgebrochen. Die Eruption dauerte damals länger als ein Jahr und forderte mehr als 1000 Menschenleben. Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring. In dem Gebiet treffen verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander, es kommt oft zu Erdbeben und vulkanischen Eruptionen. In Indonesien gibt es etwa 130 aktive Vulkane.

jv/as (dpa, ap, rtr)

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