Fast 40 Festnahmen bei Anti-IS-Razzia in Türkei | Aktuell Europa | DW | 28.12.2017
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Türkei

Fast 40 Festnahmen bei Anti-IS-Razzia in Türkei

Der Silvestertag naht - und damit der erste Jahrestag des Anschlags auf den Istanbuler Nachtclub Reine mit 39 Toten. Die türkische Polizei sieht darin offenbar eine gute Gelegenheit, einmal mehr gegen den IS vorzugehen.

Türkische Polizisten im Einsatz (Foto: picture-alliance/AP Photo/E. Tazegul)

Türkische Polizisten im Einsatz

Fast ein Jahr nach dem Attentat auf den Istanbuler Club Reina hat die türkische Polizei eine Razzia gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) durchgeführt. Dabei seien in der nordwesttürkischen Stadt Bursa 38 mutmaßliche IS-Anhänger festgenommen worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Einige der Festgenommenen seien Syrer. Weitere Details wurden bislang nicht bekannt.

Terrormiliz wird vieler Anschläge beschuldigt   

In der Silvesternacht im vergangenen Jahr war ein Attentäter in den Istanbuler Club Reina am Bosporus gestürmt, hatte um sich geschossen und 39 Menschen getötet. Der IS bekannte sich zu der Tat, und der Attentäter gab nach Medienberichten auch bei seiner Vernehmung an, im Auftrag der Dschihadistenmiliz gehandelt zu haben. Dem IS werden noch zahlreiche weitere Anschläge in der Türkei zur Last gelegt.

Wegen Sicherheitsbedenken hatten die Istanbuler Behörden vergangene Woche Silvesterfeiern im zentralen Stadtteil Beyoglu verboten. Das Verbot wurde inzwischen auf die ebenfalls zentral gelegenen Stadtteile Sisli und Besiktas ausgeweitet.

Auch wieder Aktionen wegen Putschversuch

Unterdessen gingen auch die Polizeiaktionen im Zusammenhang mit dem Putschversuch im vergangenen Jahr weiter. Die Nachrichtenagentur DHA berichtete, die Staatsanwaltschaft in Ankara habe Fahndungsaufrufe für 23 aktuelle und ehemalige Mitarbeiter der Hacettepe Universität in Ankara herausgegeben. Ihnen werde vorgeworfen, die Verschlüsselungs-App Bylock benutzt zu haben. Damit sollen sich Putschisten verständigt haben. Bereits am Vortag waren zahlreiche ehemalige Mitarbeiter der per Dekret geschlossenen Fatih Universität in Istanbul zur Fahndung ausgeschrieben worden.

sti/ml (ap dpa, rtr)