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Aktuell Afrika

Fast 100 Tote bei Tankstellen-Explosion in Accra

Wasser und Feuer führten zu einer fatalen Verkettung. Zahlreiche Menschen stellten sich in Ghanas Hauptstadt an einer Tankstelle unter, um sich vor sintflutartigem Regen zu schützen. Dann explodierte die Tankstelle.

Seit Tagen regnet es in Ghanas Hauptstadt Accra in Strömen. Während ein Starkregenschauer niedergeht, suchen viele Menschen Schutz an einer Tankstelle in der Nähe des Kwame Nkrumah Circle Platzes im belebten Stadtzentrum. Dort kommt es am Mittwochabend aus noch ungeklärter Ursache zu einer schweren Explosion.

Medien sprechen von einem Inferno

Ein örtlicher Radiosender meldet unter Berufung auf Augenzeugen und Sicherheitskräfte, dass mehr als 95 Menschen bei dem Brand getötet wurden. Die Zahl der Opfer könne noch steigen, da viele Häuser in einem Wohngebiet rund um die Tankstelle in Flammen aufgegangen seien und die Rettungskräfte dort weitere Opfer vermuteten, hieß es. Die Feuerwehr sei im Großeinsatz. Medien sprachen von einem Inferno. Ein nahe gelegenes Militärkrankenhaus habe mitgeteilt, dass die Leichenhalle völlig überfüllt sei, berichtete die Zeitung "Daily Guide".

Unklar war zunächst, ob allein das Feuer die Todesursache war. Medienberichten zufolge ertranken einige Menschen, als durch den starken Regen die Kanalisation überlief. Auf den Straßen lägen mehrere Ertrunkene.

Rettungskräfte nach der Tankstellenexplosion in Accra (Foto: Reuters)

Rettung im strömenden Regen

Präsident John Dramani Mahama und der Bürgermeister von Accra besuchten die Unglücksstelle, um sich ein Bild von der Lage zu machen. "Dieser Verlust von Menschenleben ist eine Katastrophe und nahezu beispiellos", sagte der Staatschef und forderte Maßnahmen, um die Hauptstadt für die alljährlichen Überschwemmungen in der Regenzeit sicher zu machen. Kommunikationsminister Edward Omane Boamah forderte die Bewohner auf, Orte zu meiden, in denen es große Abwasserkanäle gibt.

Der Starkregen der vergangenen Tage sorgt vielerorts in Accra seit Tagen für Überschwemmungen und Chaos. In einigen Stadtvierteln brach die Stromversorgung zusammen, weil Umspannwerke unter Wasser stehen. Viele Straßen sind unbefahrbar.

qu/uh (dpa, afp, APE, rtre)