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Lehrerporträts

Farina aus Mexiko

Die Jobsuche hat die gebürtige Deutsche Farina nach Mexiko geführt, der Liebe wegen ist sie dort geblieben – und lernt ihre eigene Kultur und Sprache nun von außen kennen. Dabei hat sie so manche Erkenntnis gewonnen …

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Farina aus Mexiko

Name: Farina

Land: Mexiko

Geburtsjahr: 1988

Beruf: Deutschlehrerin an einer privaten Sprachschule in Merida, Yucatan

Das mag ich an der deutschen Sprache:
Ihre Detailliertheit, so dass man sich sehr präzise ausdrücken kann. Und sie ist die Sprache großer Philosophen und Dichter.

Ich unterrichte Deutsch, weil …
ich auf Jobsuche war und mich als Deutschlehrerin versucht habe. 2013 bin ich dann der Liebe wegen nach Mexiko gezogen. Über die Lehrtätigkeit in einem Land, dessen Kultur der deutschen sehr unähnlich ist, habe ich nicht nur mich selbst gut kennengelernt, sondern auch meine eigene Kultur.

Das ist typisch deutsch für mich:
Dass alles gut geplant und durchorganisiert wird – ganz im Gegensatz zu Mexiko, einem Land, das von fröhlichem Chaos geprägt ist. Manchmal muss ich mich zurückhalten, damit diese typisch deutsche Eigenschaft nicht in mir durchbricht.

Meine Lieblingsstadt in Deutschland:
Hamburg: eine Stadt, die in Bewegung ist, voller junger, aktiver Menschen und einer alternativen Szene. Eine Stadt, die es zu entdecken lohnt.

Mein deutsches Lieblingsessen:
Brot! Wo auch immer auf der Welt man ist: Deutsche erkennt man im Supermarkt am Test, ob das Brot zu weich ist.

Mein deutsches Lieblingswort:
Rathaus“. Meine Schüler, die sehr gut Englisch sprechen, mögen dieses Wort besonders gern. Sie ziehen sofort eine Verbindung von „rat“, Ratte, zur politischen Institution. Denn in Mexiko ist die Korruption – auch in den Stadtverwaltungen – sehr ausgeprägt.

Mein deutsches Lieblingsbuch:
„Siddhartha“ von Hermann Hesse – ein philosophisches, sehr schön geschriebenes Buch, das einige Weisheiten vermittelt.

Mein Lektüretipp für den Deutschunterricht:
Märchen der Brüder Grimm. Meine Schüler sind sehr erstaunt festzustellen, dass etwa die bekannten Walt-Disney-Filme auf diesen Märchen beruhen.

Das ist für meine Schüler schwer an der deutschen Sprache:
Die grammatischen Fälle. So gibt es im Spanischen beispielsweise keinen Dativ. Das Unverständnis darüber, warum man ihn im Deutschen benötigt, ist daher immer sehr groß.

Mein größtes Erfolgserlebnis als Lehrer:
Wenn mich meine Schülerinnen und Schüler mit Fragen löchern. Dann weiß ich, dass ich ihr Interesse geweckt habe.

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