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Aktuell Amerika

FARC lässt französischen TV-Reporter frei

Einen Monat nach seiner Entführung haben die kolumbianischen FARC-Rebellen den französischen Journalisten Roméo Langlois freigelassen. Doch noch hat die Organisation mehr als hundert Zivilisten in ihrer Gewalt.

Der französisiche Journalist Romeo Langlois nach seiner Freilassung in Kolumbien(Foto:Fernando Vergara/AP/dapd)

Romeo Langlois wird freigelassen

Der 35-jährige Journalist wurde in einem Waldgebiet des Bezirks Caquetá einer Delegation des Internationalen Roten Kreuzes übergeben, wie örtliche Medien berichteten. In der Ortschaft San Isidro wurde aus diesem Anlass eine kleine Zeremonie veranstaltet. Der 35-Jährige wurde anschließend in die 80 Kilometer entfernte Stadt Florencia gefahren. Von der Hauptstadt Bogotá aus sollte er nach Frankreich fliegen.

FARC: "Doppelte Moral der Medien“

Langlois sagte bei seiner Freilassung, er sei von den Rebellen respektvoll behandelt worden. Er sei gut versorgt und nie gefesselt worden: "Ich kann mich nicht beklagen". Der Reporter des Fernsehsenders France24 fügte hinzu: Es sei traurig, dass die Rebellen Menschen festhalten müssten, damit über den "vergessenen" Konflikt in den Medien weiter gesprochen werde.

Die Rebellen hatten anfänglich für seine Freilassung eine internationale Debatte über die Rolle des Journalismus in bewaffneten Konflikten gefordert. Die allgemeine Ablehnung dieser Forderung habe "die doppelte Moral der Medien bewiesen“, behauptete das FARC-Sekretariat. Damit sei die Freilassung des Journalisten möglich geworden.

Mehr als hundert Geiseln

Soldaten seilen sich aus einem Hubschrauber auf der Suche nach Drogenlabors ab. (AP Photo/Fernando Vergara)

Die Guerrila-Gruppe FARC bekämpft den kolumbianischen Staat seit 1964.

Langlois war am 28. April während Dreharbeiten über einen Armee-Einsatz im Kampf gegen den Drogenhandel verschleppt worden. Die marxistische Rebellengruppe FARC ist die größte und älteste Guerillagruppe Kolumbiens und zählt noch rund 9000 Kämpfer, die sich vor allem in Berg- und Waldregionen aufhalten. Anfang April ließ die FARC die letzten zehn verschleppten Polizisten und Soldaten frei. Die Rebellen sollen Schätzungen zufolge aber auch noch mehr als hundert Zivilisten in ihrer Gewalt haben.

GD/sti (dpa, dapd, afp)

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