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Kultur

Falsche Terrakotta-Krieger in Hamburg

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Hamburg hat einen Museumsskandal: Die Terrakotta-Soldaten der weltberühmten Armee des ersten chinesischen Kaisers (259 bis 210 v. Chr.), die seit Ende November im Völkerkundemuseum zu sehen sind, sind wahrscheinlich gefälscht. Die zuständigen Behörden in Peking und Xi'an berichteten am Montag (10.12.2007), weder eine Ausstellung in Hamburg noch eine Ausfuhr der 2200 Jahre alten Tonkrieger nach Deutschland genehmigt zu haben, obwohl dies vorgeschrieben wäre.

Genau das hatte vor einer Woche der Kulturmanager Roland Freyer, der 2005 in Markkleeberg bei Leipzig eine Ausstellung mit den Tonkriegern organisiert hatte, behauptet und damit den Stein ins Rollen gebracht. Freyer liegt allerdings seit Jahren mit dem Leipziger Center of Chinese Arts and Culture (CCAC) im Streit, das die Schau in Hamburg konzipiert hat. Wechselseitige Strafanzeigen führten zu Ermittlungsverfahren, die nach Angaben der Leipziger Staatsanwaltschaft jedoch alle eingestellt wurden. Das Völkerkundemuseum wollte Freyer zunächst nicht glauben, weil er eine Ersatzausstellung mit antiken Uhren anbot.