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Nordkorea

Fall Kim Jong Nam bleibt auch nach Autopsie rätselhaft

Wodurch starb der Halbbruder von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un? Eine Autopsie hat bislang keine Klarheit gebracht. Zwischen Malaysia und Nordkorea gibt es weiter Streit.

Kim Jong Nam (picture-alliance/AP Photo/S. Kambayashi)

Kim Jong Nam im Jahr 2001 in Japan

Auch eine Woche nach dem mysteriösen Tod von Kim Jong Nam - älterer Halbbruder von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un - ist die Todesursache weiter unklar. Nach Angaben des Chefs der malaysischen Gesundheitsbehörde ist die Autopsie des Leichnams abgeschlossen. Es gebe weder Einstichspuren am Körper noch Anzeichen eines Herzinfarkts, sagte Noor Hisham in Kuala Lumpur. Allerdings würden noch Proben und Fingerabdrücke im Labor untersucht.

In der vergangenen Woche wurde der erste Sohn des 2011 gestorbenen Diktators Kim Jong Il am Flughafen von Kuala Lumpur mutmaßlich Opfer eines Giftanschlags. Vier Verdächtige, darunter zwei Frauen, wurden festgenommen. Sie sollen den 45-Jährigen mit einer giftigen Substanz attackiert haben.

Der japanische Fernsehsender Fuji TV veröffentlichte die Aufnahme einer Überwachungskamera, die den Vorfall zeigen soll. Auf dem Video ist ein Mann zu sehen, der den Flughafen betritt und auf eine Anzeigetafel schaut. Kurz darauf nähern sich ihm zwei Frauen. Eine fasst mit ihren Händen von hinten um seinen Kopf herum, bevor die beiden sich entfernen. Vier Nordkoreaner werden laut dem US-Sender CNN im Zusammenhang mit der Tat weiter gesucht. Südkorea vermutet, dass Pjöngjang hinter dem Tod steckt.

Streit zwischen Malaysia und Nordkorea

Aus dem malaysischen Außenministerium hieß es, dass Nordkorea darüber informiert worden sei, dass der Leichnam nach Abschluss der Ermittlungen den Angehörigen ausgehändigt werde. Berichten zufolge wurde der 21 Jahre alte Sohn des Getöteten in der malaysischen Hauptstadt erwartet, um die Leiche zu identifizieren. Nordkorea hatte zuvor die Untersuchung kritisiert und die Herausgabe der Leiche gefordert.

Der Leichnam von Kim Jong Nam wird in Kuala Lumpur unter hoher Sicherheit bewacht. Schwer bewaffnete und mit Spezialgerät ausgerüstete Polizisten trafen im Krankenhaus ein.

wo/stu (dpa, afp)