1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Kultur

Fall Gurlitt: Matisse-Gemälde vor Rückgabe

Das Bild "Sitzende Frau" von Henri Matisse geht an seine rechtmäßigen Eigentümer zurück. Das Gemälde war 2013 im Nachlass des Kunstsammlers Hildebrandt Gurlitt aufgetaucht und als NS-Raubkunst identifiziert worden.

Am Dienstag (24.03.2015) hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters den Vertrag über die Restitution von Henri Matisses Gemälde "Sitzende Frau" an die Erben von Paul Rosenberg unterzeichnet, berichtet die Franfurter Allgemeine Zeitung. Die Vereinbarung muss jetzt nur noch vom Nachlassgericht gebilligt werden. Damit ist das Rückgabeverfahren eines jener Kunstwerke aus dem Nachlass von

Cornelius Gurlitt

abgeschlossen, die zur nationalsozialistischen Raubkunst aus den Beständen seines Vaters Hildebrand gehörten, dem prominenten Kunsthändler Adolf Hitlers.

Das Gemälde stammt ursprünglich aus der Sammlung des Pariser Kunsthändlers Paul Rosenberg, der über viele Jahre der Galerist Picassos gewesen war. Zwischen 1940 und 1942 beschlagnahmten die Nationalsozialisten mehrere hundert Kunstwerke aus seinem Besitz und verkauften sie größtenteils. Henri Matisses "Sitzende Frau" landete schließlich in der Sammlung von Hildebrand Gurlitt.

Schwabinger Kunstkrimi

Im Jahr 2013 hatte Gurlitts Kunstsammlung, die in seiner Münchner Wohnung entdeckt worden war, weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Monatelang stand der alte Mann im Zentrum hitziger Debatten um das Verfahren mit Nazi-Raubkunst. Nach seinem Tod im Mai 2014 entbrannte schließlich der Streit um sein Erbe, denn der Kunstsammler hatte seinen kompletten Besitz dem Kunstmuseum Bern vermacht, seine Cousine aber

ficht das Testament an

.

Bereits

am Freitag (20.03.2015) war bekannt geworden

, dass das Max Liebermann Gemälde "Zwei Reiter am Strand" aus dem "Schwabinger Kunstfund" an den rechtmäßigen Erben zurückgegeben werden soll. Der New Yorker Anwalt und Holocaust-Überlebende

David Toren

soll das Bild aus dem Besitz seines Großonkels zurückerhalten.

hjh, as (afp/faz)

Die Redaktion empfiehlt