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Aktuell Amerika

Falklands: Briten hoffen vergebens auf moderate Töne

Die Falklands – mal wieder. An jedem 2. April erinnern sich die Argentinier an ihre gescheiterte Invasion von 1982. Und jedes Mal ärgern sie London mit ihrem Anspruch auf die britisch verwalteten Inseln.

Argentinische Soldaten beim Gedenken dem Falklandkrieg (Foto: Reuters)

Argentinische Soldaten gedenken des Falklandkriegs: Die Inseln heißen in Südamerika Malvinas

"Diese Inseln, mit denen wir so viele Erinnerungen verbinden, gehören uns", schreibt der argentinische Präsident Mauricio Macri am Falkland-Jahrestag auf Facebook. "Wir werden zurückkehren und dazu die Macht des Dialogs, der Wahrheit und der Gerechtigkeit nutzen." Zuvor hatte der Staatschef in der Hauptstadt Blumen am Kriegerdenkmal nieder gelegt.

Damit dürften in London auch die letzten Hoffnungen auf moderatere Töne aus Buenos Aires zerstoben sein. Hatte doch die linkspopulistische Ex-Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner mit dem emotionalen Thema immer wieder Stimmung gemacht. Und die neu entdeckten Öl- und Gasvorkommen vor den Inseln haben den Konflikt zusätzlich befeuert.

Plötzlich liegen die Inseln im argentinischen Seegebiet

Nun spielt also auch der liberale Macri das Falkland-Blatt. Und er hat in dem seit Jahrzehnten andauernden Territorialstreit um die Inselgruppe im Südatlantik zunehmend bessere Karten. Schließlich haben die Vereinten Nationen erst vor wenigen Tagen die neue argentinische Außengrenze im Südatlantik anerkannt: Die Kommission für die Grenzen des kontinentalen Festlandsockels (CLCS) hat die von Buenos Aires beantragte Ausdehnung des argentinischen Seegebiets um rund 35 Prozent gebilligt.

Diese Entscheidung bekräftige die Souveränitätsrechte des südamerikanischen Landes über die Falklandinseln, einer "politisch, wirtschaftlich und strategisch wichtigen Zone", feierte Außenministerin Susana Malcorra das "historische Ereignis". London spielte die Angelegenheit da noch herunter. Man habe bislang keine Einzelheiten des Berichts erhalten, heißt es aus dem Büro von Premier David Cameron. Außerdem gebe das UN-Gremium lediglich Empfehlungen, die rechtlich nicht bindend seien.

Ein kurzer, heftiger Krieg

Britische Fallschirmjäger im Falklandkrieg 1982 (Foto: dpa)

Britische Fallschirmjäger helfen einem verletzten Kameraden im Falklandkrieg von 1982

Die rund 400 Kilometer vor Argentinien liegenden Falklandinseln stehen seit 1833 unter britischer Verwaltung. Argentinien beansprucht die Malvinas-Inseln, wie sie in Südamerika genannt werden, für sich. 1982 führten die beiden Länder einen kurzen Krieg um die Inseln, bei dem mehr als 900 Menschen ums Leben kamen: 649 Argentinier, 255 Briten und drei Inselbewohner.

2013 hatten sich die Bewohner der Inselgruppe mit überwältigender Mehrheit für einen Verbleib bei Großbritannien ausgesprochen.

rb/SC (ap, dpa)