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Filme

Fakten & Filme: Die 62. Berlinale

Die 62. Berliner Filmfestspiele (9.2.-19.2.) sind ein Fest für Cineasten. Doch nicht nur das Fachpublikum aus aller Welt reist in die deutsche Hauptstadt. Die Berlinale gilt auch als größtes Publikumsfestival der Welt.

11 Tage Kino - wer will, der kann Filme von morgens bis tief in die Nacht gucken. Doch die Berlinale bietet noch vieles mehr. Die 62. Ausgabe der Berliner Filmfestspiele in Zahlen, Daten und Fakten.

Gibt es ein Motto?

Offiziell gibt es kein Motto. Bei der alljährlichen Pressekonferenz kurz vor dem Festival verkündet Berlinale-Chef Dieter Kosslick aber immer ein Schwerpunktthema. In diesem Jahr sollen sich besonders viele Filme von "Aufbrüchen und Umbrüchen in der Gesellschaft" handeln.

Wie viele Filme laufen auf der Berlinale?

Offiziell werden 395 Filme in den verschiedenen Programmsektionen gezeigt, die meisten davon Weltpremieren.

Wie viele Vorführungen sind geplant?

Die Gesamtzahl der Vorführungen in den Berlinale-Kinos beträgt 866, hinzu kommen noch rund 100 Pressevorführungen.

Szene aus dem Film Les adieux à la Reine (Foto: © Carole Bethuel)

Eröffnet den Wettbewerb: der französische Film "Les adieux à la Reine"

Welche Rolle spielt der Filmmarkt?

Der "European Film Market" ist eine eigenständige Filmmesse innerhalb der Berlinale. Dort wird gesichtet, verkauft und gekauft. Da kommt man nur als Fachbesucher hin. Dort sind noch einmal 1012 Filmvorführungen geplant.

Was sind die wichtigsten Programmsektionen?

Der Wettbewerb gilt als wichtigste Reihe. Er hat die größte Außenwirkung. Hier werden am Ende der Goldene und die Silbernen Löwen verliehen. Im Wettbewerb laufen 23 Filme, 18 davon bewerben sich um die Preise. Daneben sind "Forum" und Panorama" die bedeutendsten Nebenreihen. Hier wird internationales Kino aus aller Welt gezeigt, auch Dokumentarfilm, experimentelleres Kino. Häufig auch politisch engagierte Filme.

Wer entscheidet über die Preise?

Eine internationale Jury vergibt am 18.2. die Bären. Die Jury ist in diesem Jahr besonders prominent besetzt. Präsident ist der britische Filmemacher Mike Leigh. Ihm zur Seite stehen der Fotograf Anton Corbijn, die Regisseure Asghar Farhadi (Iran) und FrançoisOzon (Frankreich), der Schriftsteller Boualem Sansal (Algerien) und die Schauspieler Charlotte Gainsbourg (Frankreich), Barbara Sukowa (Deutschland) und Jake Gyllenhaal (USA).

Was gibt es neben Wettbewerb, Forum und Panorama zu sehen?

Neben diesen drei Sektionen gibt es noch diverse Nebenreihen. Kinder- und Jugendfilme laufen im Programm "Generation". Die filmhistorische Retrospektive ist in diesem Jahr dem deutsch-russischen Studio "Meschrabpom" gewidmet. Die Hommage ehrt die Schauspielerin Meryl Streep. Das deutsche Kino präsentiert sich in der Nachwuchssektion "Perspektive Deutsches Kino" und in einer weiteren Reihe für Filmeinkäufer aus aller Welt. Die Veranstaltungen rund um die Sektion "Kulinarisches Kino" vereinen den Filmgenuss mit ausgefeilten Menüs. Kurzfilmfans kommen bei den "Berlinale Shorts" auf ihre Kosten. Eine Reihe von Sonder- und Spezialvorführungen gibt darüber hinaus Stars aus aller Welt die Chance vor großem Publikum auf dem Roten Teppich zu flanieren.

Bollywood-Superstar Shah Rukh Khan (Foto: Jens Kalaene dpa/lbn)

Indiens Bollywood-Star Shah Rukh Khan war schon öfters in Berlin

Was verbirgt sich hinter dem "Talent Campus"?

Der kann dieses Jahr Jubiläum feiern. Der Talent Campus gibt dem jungen Filmnachwuchs die Chance, sich mit Profis aus aller Welt auszutauschen und theoretisch und praktisch zu arbeiten. Stars wie Juliette Binoche und Volker Schlöndorff, Werner Herzog und Mike Leigh teilen dabei ihre Erfahrungen aus ihrer Filmarbeit mit.

Welche Stars sind noch zu erwarten?

Das größte Fanaufgebot dürften der indische Schauspieler Shah Rukh Khan sowie die Hollywood-Stars Angelina Jolie und Robert Pattinson provozieren. Hollywood ist unter anderem noch mit Christian Bale, Uma Thurman und Meryl Streep vertreten. Aus Europa kommen Schauspieler wie Michael Fassbender oder Diane Kruger. Eine Aufzählung deutscher Stars dürfte sich erübrigen. Es sind fast alle da!

Ist die Berlinale ein Festival für das Publikum?

Die Berliner Filmfestspiele gelten traditionell - im Gegensatz zu den Festivals in Cannes und Venedig - als großes Zuschauerfestival. Das heißt: Jeder kann sich für (fast) jede Vorstellung ein Kinoticket kaufen. Man muss allerdings Geduld mitbringen. Die Schlangen vor den Vorverkaufsstellen sind immer immens lang. Doch die Berliner stört das nicht. Im vergangenen Jahr kamen rund 300.000 Zuschauer. Mit der Reihe "Berlinale Goes Kiez" gehen die Festspiele auch in verschiedene Stadtteile Berlins. Und der letzte Tag der Berlinale, der 19.2., gilt als Publikumstag nur für die "ganz normalen" Zuschauer.

Autor: Jochen Kürten

Redaktion: Sabine Oelze

Symbolbild Film Festival roter Teppich

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