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Wirtschaft

Fair hat´s schwer

Produkte aus dem so genannten fairen Handel haben in Deutschland trotz steigender Umsätze weiterhin nur einen geringen Marktanteil. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern hinke der deutsche Markt hinterher, sagte der Geschäftsführer des nach eigenen Angaben größten europäischen Fair-Handelshauses GEPA, Thomas Speck, am Mittwoch in Düsseldorf. Bei Kaffee liege der Marktanteil nur bei etwa einem Prozent. In England erreiche er hingegen bis zu 20 Prozent. Im fairen Handel bekommen die Produzenten aus Entwicklungsländern höhere Preise als bei herkömmlichen Handelsgeschäften. Kaffee ist traditionell das wichtigste Produkt für die von den Kirchen getragene Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt (GEPA). Knapp die Hälfte des Gesamtumsatzes von 49 Millionen Euro wird mit fair gehandelten Bohnen erzielt. In Deutschland entscheide beim Kauf von Lebensmitteln aber vor allem der Preis - selbst viele Einrichtungen der Kirche schenkten deshalb normal gehandelten Kaffee aus, beklagte Speck.