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Kultur

Facettenreich in Film und Theater: Schauspielerin Nina Hoss

Sie ist Verführerin und Verführte, knallhart und sehr verletzlich - und lotet die Extreme in ihren Rollen bis ins Letzte aus.

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Hat gut lachen: Die Schauspielerin Nina Hoss auf der Berlinale 2007 mit dem Silbernen Bären für die beste Darstellerin

Mit ihren gerade mal 33 Jahren ist Nina Hoss bereits ein etablierter Star des neuen deutschen Kinos; aber auch auf der Bühne wie am Deutschen Theater in Berlin oder bei den Salzburger Festspielen feiert sie Erfolge. Die Tochter einer Schauspielerin sprach schon als Siebenjährige Hörspielrollen und stand mit 14 Jahren in Stuttgart erstmals auf der Theaterbühne. Theater war ihr Ding. Und so begann Nina Hoss nach dem Abitur ein Schauspielstudium an der Berliner Ernst-Busch-Schule.

Filmszene Die Weiße Massai

Hochzeit in Afrika: Nina Hoss im Film "Die weiße Massai"

Von der Bühne zum Film

Bereits während ihres Studiums gab die junge Schauspielerin ihr Filmdebüt in Joseph Vilsmaiers Drama "Und keiner weint mir nach". Damit wurde der Regisseur Bernd Eichinger auf Nina Hoss aufmerksam: Er übertrug ihr 1996 die Hauptrolle der Edelprostituierten Rosemarie Nitribitt in dem Fernsehfilm "Das Mädchen Rosemarie", mit der sie ein Jahr später einen Preis als beste Nachwuchsdarstellerin gewann. 2002 und 2003 wurde Nina Hoss für zwei weitere Fernsehproduktionen mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Ihren ersten großen Kinoerfolg hatte sie in Doris Dörries 2002 gedrehter Komödie "Nackt".

Film Wolfsburg von Christian Petzold

Mit Benno Führmann in der TV-Produktion "Wolfsburg"

Durchdringung der Charaktere

2005 übernahm sie die Hauptrolle in Hermine Huntgeburths Afrika-Epos "Die weiße Massai" nach der gleichnamigen Autobiografie von Corinne Hoffmann. Akribisch hat sie sich auf diese Rolle vorbereitet und auch die Autorin getroffen. Seit 2006 hat die Schauspielerin in sieben überaus unterschiedlichen Produktionen mitgewirkt: So spielte sie unter anderem eine junge Ostdeutsche, die im Westen ihr Glück versucht ("Yella" 2006), eine von russischen Soldaten Vergewaltigte im kriegszerstörten Berlin ("Anonyma" 2008) oder eine frustrierte Frau, die sich von ihrem Mann trennen will und dessen Geschäftspartner verführt ("Jerichow" 2009). Für ihre Darstellungen wurde Nina Hoss mehrfach ausgezeichnet, etwa mit dem Silbernen Bären oder dem Deutschen Filmpreis.

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