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Soziale Netzwerke

Facebook verdoppelt Gewinn im vierten Quartal

Facebook hat mit weiter rasantem Wachstum alle Erwartungen übertroffen. Vor Gericht erlitt der US-Konzern allerdings zugleich eine 500 Millionen Dollar teure Niederlage im Streit um seine VR-Brille.

Wandgemälde auf dem Facebook-Gelände in Menlo Park, Kalifornien (picture-alliance/AP Photo/J. Chiu)

Wandgemälde auf dem Facebook-Gelände in Menlo Park, Kalifornien

Facebook kann seine gewaltige Reichweite immer besser in Werbedollar ummünzen: Der Internetkonzern hat seinen Gewinn im vierten Quartal auf 3,6 Milliarden Dollar (3,4 Milliarden Euro) gesteigert und damit gegenüber dem Vorjahresquartal mehr als verdoppelt. Dies gab das US-Unternehmen nach Börsenschluss bekannt. Der Umsatz stieg demnach um 51 Prozent auf 8,81 Milliarden Dollar. Auf Jahressicht verdreifachte sich der Gewinn auf 10,2 Milliarden Euro.

Unmittelbar vor Vorlage der Quartalszahlen verpassten Geschworene in Texas Facebook einen 500 Millionen Dollar schweren Dämpfer. Sie sprachen diese Summe in einem Streit um die Entwicklungsgeschichte der Virtual-Reality-Brille Oculus VR der Spielefirma ZeniMax zu. Palmer Luckey, Mitgründer der Facebook-Tochter Oculus, habe ein Geheimhaltungsabkommen verletzt - und seine Firma Urheberrechte von ZeniMax, lautete die Begründung. ZeniMax hatte in der Klage erklärt, die Oculus-Brille sei nur dank bei ihr entwickelter Technologien möglich geworden.

Oculus betonte in einer Erklärung nach dem Urteil, dass die Geschworenen zugleich keinen Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen festgestellt hätten. Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg kündigte an, das Online-Netzwerk werde eine Berufung prüfen. Für das Geschäft von Facebook sei der Betrag unerheblich, betonte sie im Technologieblog "Recode".

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (picture-alliance/dpa/P. Dasilva)

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg

Facebook hatte Oculus im Frühjahr 2014 für rund zwei Milliarden Dollar gekauft, im vergangenen Jahr war die VR-Brille Rift nach jahrelanger Entwicklung und massiven Investitionen schließlich in den Handel gekommen. Während des mehrwöchigen Verfahrens war auch Facebook-Chef Mark Zuckerberg in den Zeugenstand gerufen worden, wo er die ZeniMax-Vorwürfe zurückwies. Mit der VR-Technologie können Nutzer in virtuelle Welten eintauchen. Zuckerberg zeigt sich überzeugt, dass sie viele Lebensbereiche wie Kommunikation und Bildung verändern kann.

Nach Konzernangaben stieg im vergangenen Quartal die Zahl aktiver Nutzer bei Facebook um 70 Millionen auf 1,86 Milliarden im Monat. Rund 1,74 Milliarden von ihnen würden auf das weltgrößte Online-Netzwerk von Smartphones aus zugreifen und über 1,2 Milliarden Nutzer sind angeblich täglich bei Facebook.

Die tragende Säule des Facebook-Geschäfts sind nach wie vor die Werbeerlöse, die im Jahresvergleich um 53 Prozent auf 8,63 Milliarden Dollar stiegen. Rund 84 Prozent davon kommen aus Anzeigen auf mobilen Geräten. Facebook hatte in den vergangenen Monaten unter anderem stark das Geschäft mit Video-Werbung und Anzeigen bei seiner Foto-Plattform Instagram mit 600 Millionen Nutzern ausgebaut.

stu/fab (afp, dpa)

 

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