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Fußball

Fürth: Erfüllung eines Jahrhunderttraums

Die Spielvereinigung Greuther Fürth ist endlich erstklassig. Erst als sich die Franken den Beinamen "die Unaufsteigbaren" gaben, klappte es mit dem lang ersehnten Aufstieg in die Bundesliga.

Fürther Spieler mit der Meisterschale der 2. Liga. Foto: dpa

Fürther Spieler mit der "Meisterschale" der 2. Liga

Es schien schon fast niemand mehr daran zu glauben bei dem Traditionsverein aus dem Frankenland. Zu oft war man im Schlussspurt der 2. Bundesliga doch noch gescheitert und hatte in den letzten Partien der Saison den heiß ersehnten Aufstieg ins Fußball-Oberhaus verspielt. Doch nun ist der Traum endlich Wirklichkeit geworden, der Jahrhundertraum der Spielvereinigung Greuther Fürth.

Seit 1997 spielte der Club ununterbrochen in der 2. Liga und damit so lange wie keine andere Mannschaft. Siebenmal waren die Fürther seit 2001 Fünfter geworden, 2011 hatten sie gar als Vierter den Sprung nach oben wieder einmal knapp verpasst – und Humor bewiesen. Die Franken machten ihren Ruf, "unaufsteigbar" zu sein, zu Beginn der Saison 2011/2012 zum Programm – und ausgerechnet jetzt trat das Gegenteil ein: Die Fürther schafften den Einzug in die Bundesliga.

Transparent der Fürther Fans mit der Aufschrift: Aufstieg, 2. Liga ade. Foto: dpa

2. Liga ade - die Fürther Fans freuen sich auf die Bundesliga

Richtiger Trainer zur richtigen Zeit

Der Vater des Erfolgs hat einen Namen: Mike Büskens. Der "ewige Schalker", der als Spieler insgesamt 13 Jahre bei den Königsblauen unter Vertrag stand und dort auch seine Trainerkarriere begann, kam im Dezember 2009 nach Fürth. Nachdem er in der Saison 2010/2011 noch knapp gescheitert war, trieb er den Franken den Aufstiegs-Komplex aus. Als die Zweitliga-Meisterschaft feststand, gestand der Trainer: „Ich konnte es nicht mehr hören, diesen ewigen Pessimismus.“ Und der Kapitän der Aufstiegsmannschaft, Thomas Kleine, kommentierte: „Es hieß, wir wollen nicht aufsteigen, wir können nicht aufsteigen. Das ist jetzt vorbei.“ Wie groß die Erlösung auch im Umfeld des Vereins war, brachte Oberbürgermeister Thomas Jung auf den Punkt: „Für die Stadt Fürth ist der Aufstieg die Erfüllung eines Jahrhunderttraums.“

Tradition seit über 100 Jahren

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Fürth will die Vorherrschaft in Franken

Denn schließlich existiert der Verein schon seit mehr als 100 Jahren: Am 23. September 1903 wurde die SpVgg Fürth gegründet.  Am 1. Juli 1996 schloss sich der TSV Vestenbergsgreuth der Spielvereinigung an. Der ursprüngliche Name wurde durch den Zusatz Greuther ergänzt, und das alte Vereinswappen wich einem Rundlogo, welches neben dem traditionellen Kleeblatt der Fürther auch den Holzschuh des TSV Vestenbergsgreuth enthält. Die größten Erfolge in der Fürther Vereinsgeschichte sind drei deutsche Meistertitel in den Jahren 1914, 1926 und 1929.

In der 1. Fußball-Bundesliga haben die "Kleeblätter" nun zwei Saisonziele: Das erste lautet Klassenerhalt und das zweite die fußballerische Vorherrschaft im Frankenland. Nachdem Greuther Fürth den großen Rivalen 1. FC Nürnberg in der vergangenen Saison schon aus dem DFB-Pokalwettbewerb werfen konnte, sollen nun auch in der Liga Derbysiege gegen den Traditionsclub aus der Nachbarstadt folgen.

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