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Kultur

Fürst Rainier III. von Monaco ist tot

Er war der dienstälteste Staatschef Europas und stand an der Spitze der kleinsten Monarchie der Welt. Nach der Märchenhochzeit mit Grace Kelly begann der Aufstieg Monacos zu einem Jetset-Paradies und zur Steueroase.

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Der 81-Jährige starb am Mittwoch (6.4.2005) nach schwerer Krankheit. Wie der Palast mitteilte, war sein Sohn Erbprinz Albert an seiner Seite. Die Ärzte hatten ihn kurz vor 6.00 Uhr unterrichtet, dass das Ende seines Vaters nah sei. Der
dienstälteste Monarch Europas starb um 6.35 Uhr.

Albert neuer Regent

Fürst Rainier III. von Monaco gestorben

Rainier III. und sein Sohn und Nachfolger Albert (Archivfoto, 2003)

Fürst Rainier war vor einem Monat mit einer Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Danach entwickelten sich Atem-, Herz- und Nierenprobleme, weshalb er die letzten beiden Wochen auf der Intensivstation lag. Fürst Rainier hatte sich 1999 einer Herzoperation unterzogen. Im Jahr darauf wurde er nochmals zwei Mal
operiert. Der 47 Jahre alte Erbprinz Albert hatte am Donnerstag schon die Regentschaft über das Fürstentum übernommen, nachdem er bereits in den vergangenen Jahren zahlreiche Aufgaben von seinem Vater übertragen bekommen hatte. Rainier III. regierte das Fürstentum seit mehr als 50 Jahren, seine Familie herrscht in dem Kleinstaat an der Riviera seit 1297.

Rainier war seit 1949 im Amt und hatte Monaco von einem weitgehend unbekannten Kleinstaat in ein florierendes Steuerparadies verwandelt, das jährlich Millionen von Touristen anlockt. "Der unabhängige Staat Monaco ist heute besser auf der Landkarte und in den Köpfen verankert als je zuvor", betonte Staatsminister Patrick Leclerq, der Regierungschef von Monaco.

Bundespräsident Horst Köhler würdigte Fürst Rainier III. und sprach seinen Angehörigen und dem monegassischen Volk seine Anteilnahme aus. Der Tod des Fürsten sei ein großer Verlust für Monaco, schrieb Köhler am Mittwoch in einem Beileidstelegramm an Rainiers Sohn Albert von Monaco. "Mit seinem Unternehmungsgeist hatte Fürst Rainier maßgeblichen Anteil an der Wandlung des Fürstentums in den letzten Jahrzehnten", betonte der Bundespräsident. "Mit bewundernswerter Willenskraft hat er bis zuletzt seine Pflichten als Staatsoberhaupt wahrgenommen."

Fürstliche Traumhochzeit

Grace Kelly Fürst Rainier III. von Monaco gestorben

Fürstin aus Hollywood: Grace Kelly (Archivbild, 1976)

Die monegassische Fürstenfamilie steht im Blickpunkt der Weltpresse, seit Rainier 1956 die amerikanische Schauspielerin Grace Kelly geheiratet hatte. Die Fürstin Gracia Patricia kam am 14. September 1982 bei einem Autounfall in der Nähe von Monaco ums Leben.

Fürst Rainier III. von Monaco gestorben

Fürst Rainier III.

Von diesem Schlag erholte sich Rainier nie. Aus der Ehe gingen die Kinder Prinzessin Caroline, Prinz Albert und Prinzessin Stephanie hervor. Kronprinz Albert ist unverheiratet und kinderlos. Prinzessin Caroline ist in dritter Ehe mit dem deutschen Prinzen Ernst August von Hannover verheiratet. (mik)

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