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Aktuell Wirtschaft

Für eine andere Geldpolitik

Auf dem Global Economic Symposium 2012 trafen sich zahlreiche Ökonomen, um Denkanstöße zu liefern für die Herausforderungen unserer Zeit. Nun stellen sie ihre wichtigsten Ergebnisse vor. Beispielsweise zur Geldpolitik.

Bildnummer: 50066040 Datum: 01.03.2000 Copyright: imago/Birgit Koch Money makes the world go round, Objekte , Symbolfoto; 2000 , Wirtschaft , Finanzen , Feature , Symbol , Geld , Geldscheine , Geldschein , Banknote , Banknoten , Währung , Währungen , US-Dollar , kanadische , D-Mark , Deutsche , Hundert , Hunderter , Hundertmarkschein , Yen , Lire , indonesische Rupien , Schweizer Franken; , quer, Mfdia, Einzelbild, Detail, Studioaufnahme, Deutschland, ohne, Ohne; Aufnahmedatum geschätzt

Symbolbild Währungen Währungskrieg

Zentralbanken sollten mit antizyklischer Politik auf aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen reagieren, anstatt erst einmal abzuwarten, wie es derzeit häufig gehandhabt wird. Dies ist eins der zentralen Ergebnisse des Global Economic Symposiums (GES) 2012, die jetzt in den Global Economic Solutions 2012/13 veröffentlicht wurden.

Die internationale Gruppe von Experten und Entscheidungsträgern auf dem GES, zu der Charles Goodhart, emeritierter Professor der London School of Economics, der argentinische Ökonom Pablo E. Guidotti sowie der brasilianische Ökonom Carlos G. Langoni, gehören, greift mit diesen Lösungen sehr aktuelle Diskussionen auf. Auch Stanford-Ökonom John Taylor rief dort zu mehr und besserer Koordination der Geldpolitik auf.

Handeln oder öffentlich rechtfertigen

Globales ökonomisches Symposium

Logo des Global Economic Symposium (GES)

Die Ökonomen betonten beim Global Economic Symposium in ihrer Analyse, dass es besonders wichtig sei, dass die Zentralbanken handeln und nicht abwarten. Wenn das allerdings über unumstößliche Regeln festgelegt werde, gleiche dies eher einer Zwangsjacke und sei häufig in der Realität nicht anwendbar. Daher sollten die Zentralbanken nicht zur Handlung verpflichtet sein, aber zur öffentlichen Rechtfertigung, wenn sie keine antizyklischen Maßnahmen ergreifen.

Außerdem sollte es eine weltweite geldpolitische Autorität geben, die einen multilateralen Ansatz der einzelnen Zentralbanken vorantreibt. Denn die Finanzkrise habe gezeigt, dass die Koordination über Ländergrenzen hinweg in zu geringem Maße stattgefunden hat. Nur durch multilaterale Zusammenarbeit aber könne auch eine weltweite Geldstabilität vorangetrieben werden. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, so die Experten, könnte zu einer weltweiten geldpolitischen Autorität ausgebaut werden, die wichtige Entscheidungen koordiniert und unkonventionelle Maßnahmen begleitet. Die wichtigste Aufgabe der Zentralbanken sollte weiterhin die Preisstabilität sein, auch darüber waren sich die Experten einig. In Krisenzeiten können die Zentralbanken zwar als "Feuerwehr" agieren und beispielsweise kurzfristig Liquidität bereitstellen, langfristig sollte aber immer die Preisstabilität Vorrang haben.

Organisiert wurde das Global Economic Symposium (GES) 2012 vom Institut für Weltwirtschaft (IfW) und der Bertelsmann Stiftung, in Kooperation mit der Deutschen Zentralbibliothek für Wirt­schaftswissenschaften - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (ZBW) und in Zusammenarbeit mit der Fundação Getulio Vargas (FGV). Das GES 2013 findet vom 1. – 2. Oktober 2013 in Kiel statt.

iw/wen (GES)

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