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Rodeln

Fünftes WM-Einzelgold für Rodlerin Hüfner

Bei der Rodel-WM in Igls holt sich Tatjana Hüfner ihren fünften Titel im Einsitzer und damit auch einen Rekord. Titelverteidigerin Natalie Geisenberger enttäuscht.

Rekordweltmeisterin Tatjana Hüfner bejubelt ihren Gold-Coup von Innsbruck-Igls. Foto: dpa-pa

Rekordweltmeisterin Tatjana Hüfner bejubelt ihren Gold-Coup von Innsbruck-Igls

Zehn Jahre nach ihrem ersten WM-Titel hat Tatjana Hüfner an gleicher Stelle wieder die oberste Stufe des Podests erklommen und sich zur Weltmeisterin gekürt. "Das ist schon Wahnsinn. Das wird mir die nächsten Tage einige Male durch den Kopf gehen", sagte die 33 Jahre alte Rodlerin, die am Samstag in Innnsbruck-Igls ihre fünfte WM-Trophäe im Einsitzer bejubeln durfte. Damit gewann sie auch das Dauerduell gegen Natalie Geisenberger, die nach einem schweren Fehler im ersten Lauf nur Sechste wurde. Neben Geisenberger verpassten auch Julia Taubitz als Achte und Dajana Eitberger als Neunte deutlich die Medaillenränge. Silber gewann Sprint-Siegerin Erin Hamlin aus den USA, Bronze die Kanadierin Kimberley McRae.

"Schwer greifbare Superlative"

Hüfner ist mit fünf Titeln (2007, 2008, 2011, 2012, 2017) nun Rekordweltmeisterin im Einsitzer. "Das sind Superlative, die schwer greifbar sind", sagte die Siegerin. "Ich hatte mir sehr viel Druck aufgebaut, ich wollte hier zehn Jahre danach unbedingt nochmal Weltmeisterin werden. Ich bin einfach überglücklich und sehr erleichtert." Für Bundestrainer Norbert Loch kam der Erfolg nicht überraschend: "Dass Tatjana zurückkommt, haben wir in dieser Saison schon häufiger gesehen. Auf dieser Bahn hat sie es hervorragend unter Beweis gestellt."

Geisenberger: "Mensch, keine Maschine"

Titelverteidigerin Geisenberger sorgte mit dem Bahnrekord im zweiten Lauf noch für einen erträglichen Abschluss, die Chancen auf ihren vierten WM-Erfolg nach 2013, 2015 und 2016 hatte sie aber schon im ersten Durchgang verspielt. Als Vorjahressiegerin und Gesamtweltcupführende war sie als Favoritin nach Österreich gekommen. Schon im Sprintwettbewerb zum WM-Auftakt am Freitag hatte die 28-Jährige aber nur den enttäuschenden 15. Platz belegt. "Dass es ausgerechnet bei der WM jetzt überhaupt nicht geklappt hat und ich hier große Fehler mache, das ärgert mich unheimlich", sagte Geisenberger: "Auf der anderen Seite habe ich seit neun Jahren bei jedem Großereignis eine Medaille gewonnen. Jetzt habe ich mal gezeigt, dass ich auch nur ein Mensch bin und keine Maschine."

Deutscher Dreifach-Sieg im Doppelsitzer

Im Doppelsitzer haben sich Toni Eggert und Sascha Benecken erstmals den WM-Titel gesichert. Die Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt auf dem zweiten sowie Robin Geueke und David Gamm  auf dem dritten Rang sorgten für ein komplett deutsches Siegerpodest. Das hatte es bei den Doppelsitzern zuletzt vor genau 30 Jahren gegeben.

sn/ck (dpa, sid)