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Kultur

Fünfmal Deutscher Kleinkunstpreis

In den Sparten Kabarett, Chanson und Kleinkunst stand in Mainz die Siegerehrung an. Unter anderem wurden der Sänger Stoppok und der Humorist Christoph Sieber mit dem renommierten Preis ausgezeichnet.

Am Sonntagabend hat Sänger Stoppok den Deutschen Kleinkunstpreis in der Sparte Chanson/ Lied/ Musik persönlich in der Mainzer Kabarettbühne "unterhaus" entgegengenommen. Seine Songs begleitet der Multiinstrumentalist gern auf fünf verschiedenen Gitarren, Banjo und Waldzither, mit denen er eine ganz eigene Musikmischung aus Folk, Rhythm'n'Blues und Rock spielt. Der Hamburger Liedermacher vermittle in seinen Liedern in deutscher Sprache die poetische Seite des Alltags und trage seine politischen Statements mit Witz und Verve vor, begründete die Jury ihre Wahl.

Christoph Sieber konnte sich über eine Auszeichnung in der Sparte Kabarett freuen. Der 45-Jährige studierte Pantomime an der renommierten Folkwang-Hochschule in Essen und moderierte später jahrelang Satiresendungen. In seinen Programmen gebe er der jüngeren Generation eine Stimme, so die Preisjury. Sieber sei witzig und charmant, in seiner Haltung aber stets unerbittlich.

Matthias Egersdörfer wurde in der Sparte Kleinkunst geehrt. "Der Franke betrachtet die Welt mit grantigem Blick und kommentiert sie mit anarchischer Urigkeit; ein Berserker auf der Bühne, überlässt er das Lachen dem Publikum. Im Spannungsfeld aus rustikaler Bodenständigkeit und pointiertem Erzählen entsteht Kunst", hieß es bei der Jury.

Spott und Satire

Deutschland Saarland Kabarettist Gerd Dudenhöffer alias Heinz Becker

Inbegriff des Spießbürgers: Gerd Dudenhöffer alias Heinz Becker

Der Förderpreis der Stadt Mainz zum Deutschen Kleinkunstpreis ging an den Musikkabarettisten Martin Zingsheim, "der mit Ironie und Spott auf Gott und die Welt sieht" und das Ganze "mit grandiosem Klavierspiel illustriert". Den Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz schließlich erhielt Gerd Dudenhöffer, dessen satirische Kunstfigur des Saarländers Heinz Becker seit Jahrzehnten dem Spießbürger in uns allen meisterlich den Spiegel vorhalte, so die Jury.

Der mit jeweils 5000 Euro dotierte Deutsche Kleinkunstpreis gilt als bedeutendste Auszeichnung der verschiedenen Kleinkunst-Genres in der Bundesrepublik und wurde 1972 vom Mainzer Forumstheater "unterhaus" gestiftet. Erster Preisträger war der Kabarettist Hanns Dieter Hüsch.

suc/sti (epd/dpa/unterhaus)