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Aktuell Europa

Fünf weitere Terror-Verdächtige in Belgien festgesetzt

Die Anti-Terror-Razzien in Belgien gehen weiter. Die Polizei durchsuchte am Morgen Häuser im Raum Brüssel und in der Region Lüttich. Dabei nahm sie fünf Terrorverdächtige fest. Schon am Sonntagabend gab es 16 Festnahmen.

Bei der Fahndung nach mutmaßlichen Terroristen setzen die belgischen Sicherheitsbehörden verstärkt auf Razzien. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, bei fünf Durchsuchungen im Großraum Brüssel und bei zwei Einsätzen in der Nähe von Lüttich seien insgesamt fünf Personen aufgegriffen worden. Damit stieg die Zahl der Festnahmen seit Sonntagabend auf 21.

Für die Hauptstadt gilt seit Samstag die höchste Terror-Warnstufe, die die Regierung wegen Hinweisen auf eine drohende Anschlagserie nach dem Muster der Attentate von Paris ausgerufen hat. Im Großraum Brüssel bleiben Schulen, Universitäten, Einkaufszentren und die U-Bahn weiter geschlossen, in den Straßen patrouillieren Polizisten und Soldaten. Am Nachmittag will der nationale Sicherheitsrat die Lage neu bewerten und entscheiden, ob die Warnstufe beibehalten wird.

Abdeslam bisher unauffindbar

Die Razzien galten auch dem Hauptverdächtigen für die Pariser Anschlagsserie, den Franzosen Salah Abdeslam. Der 26-Jährige war aber nicht unter den 16 Verdächtigen, die am Sonntagabend festgenommen worden waren. Der Vorfall mit einem BMW, dessen Fahrer nahe Lüttich an einer Kontrollstelle nicht angehalten hatte, habe nichts mit der Fahndung nach Mittätern oder Hintermännern der Pariser Attentate zu tun, erklärte die Staatsanwaltschaft. Belgische Medien hatten ohne Quellenangabe berichtet, Abdeslam sei in einem Auto in der Nähe von Lüttich gesehen worden und Richtung Deutschland unterwegs gewesen.

"Die Ermittlungen werden fortgesetzt, bis wir das Problem gelöst haben", sagte Innenminister Jan Jambon dem Sender Bel RTL. Ihm zufolge waren mehr als tausend Sicherheitskräfte im Einsatz, einschließlich der wegen des Terroralarms abgestellten Soldaten. Auf die Frage, wie Abdeslam so vielen Sicherheitskräften entkommen konnte, sagte der Minister: "Ich glaube, dass er viel Unterstützung auf unserem Gebiet haben muss. Deshalb sind alle Hausdurchsuchungen derzeit sehr wichtig."

kle/uh (afp, dpa, rtr)

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