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Aktuell Europa

Fünf tote Skifahrer durch Lawine in Tirol

Ein Ausflug in die Tiroler Berge endet für eine tschechische Skitouren-Gruppe mit einer Katastrophe: 17 Menschen werden von einer Lawine verschüttet. Mindestens fünf Menschen kommen ums Leben.

Bei einem großen Lawinenabgang in den Tiroler Alpen sind fünf Wintersportler aus Tschechien ums Leben gekommen. Insgesamt waren 17 tschechische Skitourengeher in zwei Gruppen am Aufstieg nahe dem Wattenberg (Artikelbild) bei Innsbruck unterwegs, als sich um die Mittagszeit die Schneemassen lösten, wie die Polizei mitteilte. Zwei Ski-Touristen wurden verletzt, die restlichen Tourengeher blieben unverletzt.

Großer Retttungseinsatz

Die Rettungskräfte wurden von einem weiteren Skitourengeher alarmiert, der den Lawinenabgang aus der Ferne beobachtet hatte. Ob die Lawine von den Tschechen selbst ausgelöst wurde oder nicht, ist Gegenstand der Ermittlungen. Zahlreiche Rettungskräfte, Lawinenhunde und Hubschrauber waren bei den Bergungsarbeiten im Einsatz. Einige Wintersportler konnte sich noch vor dem Eintreffen der Helfer selbst befreien.

Hohe Lawinengefahr

Am Samstag herrschte im österreichischen Bundesland Tirol erhühte Lawinengefahr, nämlich Stufe drei auf der fünfteiligen Skala. Den ganzen Tag über lösten sich im beliebten Skigebiet nahe der deutschen Grenze Schneebretter. Martin Waldhart von der Österreichischen Bergrettung sagte auf einer Pressekonferenz, die Sportler hätten sich in einer "absoluten Risikozone" befunden.

Auch in den Hochlagen der deutschen Alpen mussten Wintersportler am Samstag mit Lawinen rechnen. Oberhalb von 2000 Metern könne schon ein einzelner Skifahrer oder Snowboarder Schneebrettlawinen auslösen, erklärte der Lawinenwarndienst Bayern in München. Zudem könnten sich wegen der tagsüber milden Temperaturen vor allem bei starker Sonneneinstrahlung Lawinen auch selbst
auslösen.

wl/uh (dpa, afp)