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Fokus Europa

Fünf Reportagen von Fokus Europa erhalten Auszeichnung in den USA

Beim US-Wettbewerb „Accolade Competiton“ in der kalifornischen Stadt La Jolla haben sich gleich fünf Reportagen des TV-Magazins Fokus Europa durchgesetzt und einen „Award of Merit“ erhalten.

Grosses Lob von Festivaldirektor Rick Prickett: Er würdigte das hohe Niveau der DW-Reportagen. Sie hätten das Festival mit ihrer europäischen Sicht bereichert. Die Vielfalt und die Qualität der Fokus-Europa-Filme in der Kategorie „Documentary Short“ wurden von der Jury besonders hervorgehoben.
Ausgezeichnet wurde die Reportage „ Der Engel der Flüchtlinge“ von Veit Ulrich Braun. Braun hatte den katholischen Priester Mussie Zerai bei seiner Arbeit in italienischen Flüchtlingscamps begleitet. Die Reportage zeigt die ausweglose Situation der Flüchtlinge, die hier ein Dasein unter menschenunwürdigen Bedingungen führen.

Darüber hinaus hielt die Jury den Beitrag „Wie geht es Charlie?“ von Susanna Dörhage für besonders gelungen. Einfühlsam und bewegend schildert Dörhage das Schicksal von Redaktionsmitgliedern des französischen Satire-Magazins „Charlie Hebdo“, die das Massaker von Islamisten im Januar 2015 überlebten.

Morddrohung gegen Aussteiger

Für seine investigative Reportage „Allein gegen Al Kaida“ erhielt Alexander Feist einen „Award of Merit“. Feist zeigte die Geschichte des Dänen Morten Storm, der als fanatischer Islamist Zugang zu höchsten Kreisen der „Al Kaida“ hatte. Nachdem er die Seiten wechselte und die Terrororganisation bekämpfte, musste er sich wegen Morddrohungen verstecken.

Für sein Filmportait „Der Läufer“ wurde Gunnar Köhne ausgezeichnet. In der Reportage beobachtet Köhne den marokkanischen Marathonläufer und Flüchtling Hussein Hmadouch. In Griechenland versucht er, ins Nationalteam zu kommen und damit eingebürgert zu werden.

„Vergessene Wehrmachtskinder“, die eindrucksvolle Reportage von Anette Leiterer, setzte sich ebenfalls beim Wettbewerb in La Jolla durch. Autorin Leiterer gelang es, sogenannte Wehrmachtskinder in Finnland aufzuspüren, die im Zweiten Weltkrieg von deutschen Soldaten und finnischen Frauen gezeugt wurden. Jahrzehntelang war dieses Thema ein Tabu in Finnland.

Der „Accolade Global Film Competition“ gehört zu den Top-TV-Festivals weltweit. Die Reportagen von Fokus Europa liefen im Wettbewerb mit Filmbeiträgen aus über 40 Nationen.