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Fußball

Fünf Kandidaten für Lahm-Nachfolge

Vor der Neuauflage des WM-Endspiels gegen Argentinien am Mittwoch in Düsseldorf wird bei der Nationalmannschaft über zwei Personalien diskutiert: Wer wird neuer Kapitän? Und wer beerbt Co-Trainer Hansi Flick?

"Es ist gefordert, dass er eine große Persönlichkeit und ein Kommunikator ist", sagte Teammanager Oliver Bierhoff vor dem Testländerspiel gegen WM-Finalgegner Argentinien (am Mittwoch im DW-Livestream ab 20.30 Uhr MESZ) in Düsseldorf. Am Dienstag will Bundestrainer Joachim Löw auf seiner ersten Pressekonferenz seit dem

WM-Triumph in Brasilien

bekannt geben, wer die Nachfolge von Philipp Lahm als Kapitän der Nationalmannschaft antritt. Der Münchener, der nach der WM

aus dem Nationalteam zurückgetreten

war, hatte 53-mal die Kapitänsbinde getragen. Gehandelt werden gleich fünf Spieler: die drei Bayern-Profis Manuel Neuer, Bastian Schweinsteiger und Thomas Müller sowie Sami Khedira von Real Madrid und Mats Hummels von Borussia Dortmund.

Beckenbauer ist für Schweinsteiger

Die WM-Helden Schweinsteiger (l.) und Neuer. Foto: dpa-pa

Die WM-Helden Schweinsteiger (l.) und Neuer

Als Favoriten gelten Neuer und Schweinsteiger, die sich bereits beide bereit erklärt haben, den Posten zu übernehmen. "Wenn mir der Trainer das zutraut, würde ich es machen", sagt Neuer. "Verantwortung übernehme ich sowieso." Ob nun er oder einer seiner Teamkollegen Kapitän werde, sei ziemlich egal. "So oder so wird es eine vernünftige und gute Lösung geben. Wir sind auf jeden Fall gut aufgestellt." Bayern-Ehrenpräsident Franz Beckenbauer favorisiert eher Schweinsteiger. Der sei als bisheriger Stellvertreter Lahms der logische Nachfolger. "Von einem Torhüter bin ich nicht sehr begeistert, auch wenn er so ein Superstar wie Manuel Neuer ist. Er hat kaum Einfluss auf das Spiel und den Schiedsrichter", sagte Beckenbauer, der selbst in 50 Länderspielen Kapitän war. Ebenso oft wie "Kaiser Franz" hat sich jedoch auch der frühere Nationaltorwart Oliver Kahn die Kapitänsbinde über den Arm gezogen. Teammanager Bierhoff will die Personalie nicht überbewertet wissen. Auf dem Weg zum WM-Titel habe die deutsche Mannschaft gezeigt, "was als Team möglich ist. Dass man ein Star sein kann und doch mannschaftsdienlich. Dass man kämpfen kann und doch diszipliniert spielen. Dass man verschiedene Kulturen vereinen kann."

Sorg angeblich aus dem Rennen

Flick und Löw beim Singen der Nationalhymne. Foto: Getty Images

Die Wege von Flick (l.) und Löw trennen sich

Bierhoff ließ offen, wann die Entscheidung über den Nachfolger von Löw-Assistent Hansi Flick fallen wird. "In diesen Tagen wird kein Co-Trainer bei uns sein. Es wird auch keiner nachreisen", sagte Bierhoff. Nach Informationen der Kölner Zeitung "Express" soll der vermeintliche Favorit Marcus Sorg, Trainer der DFB-Junioren unter 19 Jahren, aus dem Kandidatenkreis ausgeschieden sein. Hansi Flick, der acht Jahre lang an der Seite von Bundestrainer Löw gearbeitet hatte, trat am Montag seinen neuen Posten als Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) an. "Ich kann es kaum erwarten, nun richtig loszulegen", schrieb der 49-Jährige auf der DFB-Homepage. Flick tritt in die Fußstapfen von Robin Dutt, der den DFB im Mai 2013 nach nur zehn Monaten als Sportdirektor wieder verlassen hatte, um

Trainer beim Bundesligisten Werder Bremen

zu werden. Seitdem war der DFB-Posten verwaist.

Ohne Özil und Messi

Neben dem verletzten Bastian Schweinsteiger wird auch Mesut Özil am Mittwoch bei der Neuauflage des WM-Endspiels fehlen. Der Mittelfeldspieler des FC Arsenal fällt wegen einer Knöchelblessur aus. Das Team von Vizeweltmeister Argentinien wird ohne Lionel Messi auflaufen. Der Superstar musste wegen einer Adduktorenzerrung für das Länderspiel in Düsseldorf absagen.

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