1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Kultur

Fünf Filme über Rassismus im Sport

"Zeit für Legenden" erzählt die wahre Geschichte des Schwarzen Sprinters Jesse Owens, der 1936 in Berlin bei den Olympischen Spielen antrat. Es ist nicht der einzige Film, der sich mit Rassismus im Sport beschäftigt.

Im Jahr der Olympischen Sommerspiele in Rio wartet Hollywood mit einem thematisch passenden Film auf: Stephen Hopkins' "Zeit für Legenden" (Originaltitel: "Race") erzählt die wahre Geschichte des Schwarzen Ausnahmesportlers Jesse Owens (gespielt von Stephan James), der 1936 in Berlin für die USA an den Start ging.

Der erfolgreichste Athlet der Spiele

Vor 150.000 Zuschauern holte sich Owens den Sieg in der 4-mal-100-Meter-Staffel, gewann im 100- und 200-Meter-Lauf und schlug den Deutschen Carl Ludwig "Luz" Long im Weitsprung mit einem neuem olympischen Rekord. Seine vier Goldmedaillen machten Jesse Owens zum erfolgreichsten Athleten jener Olympischen Spiele in Berlin. Im Vorfeld hatte sich der 23-jährige Owens die Entscheidung aber keinesfalls leicht gemacht. Er fragte sich, ob er wirklich nach Berlin fahren oder die Spiele der nationalsozialistischen Diktatur boykottieren sollte.

Später sagte Owens, dass er in den USA, in denen zu jener Zeit noch die Rassentrennung herrschte, weitaus größeren rassistischen Anfeindungen ausgesetzt gewesen sei. Außerdem pflegte er nach den Spielen eine enge Freundschaft mit seinem deutschen Wettkampf-Gegner Long. "Im Sommer 1936 habe ich die glücklichsten Tage meines Lebens erlebt", erklärte der US-Sportler.

Viele Sportfilme nehmen Rassismus in den Fokus

Der Film "Zeit für Legenden - Die unglaubliche Geschichte des Jesse Owens" ist mehr als eine packende Sportlerbiografie. Denn er erzählt von der fatalen Verquickung von Sport und Politik sowie dem bis heute nicht überwundenem Rassismus.

Es ist bei weitem nicht der einzige Film, der sich mit Rassismus im Sport auseinandersetzt. Jackie Robinson etwa war der erste Schwarze Baseball-Spieler, der in der amerikanischen Major League spielen durfte. Auf seiner Geschichte basiert Brian Helgelands Film "42" - Robinsons Rückennummer. Auch der deutsche Regisseur Eike Besuden widmete sich einer wahren Geschichte, die fast in Vergessenheit geraten ist. Sein Film "Gibsy" dreht sich um einen Profiboxer, der als Sinto in Deutschland diskriminiert wird. Als er 1933 die Deutsche Meisterschaft im Halbschwergewicht gewinnt, kann er seinen Erfolg nur kurz genießen - denn er muss seinen Titel auf Druck des Regimes wieder abgeben.

"Zeit für Legenden - Die unglaubliche Geschichte des Jesse Owens" startet am 28. Juli in den deutschen Kinos.

Die Redaktion empfiehlt