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Digitales Leben

Fünf Dinge, die man mit Foto-Apps tun kann

Ohne Smartphone-Fotografie läuft gar nichts mehr. Knipsen, bearbeiten, teilen - und das in immer größeren Foto-Communities. Dafür gibt es ein unendlich großes App-Angebot. Wir haben uns durchgeknipst.

Smartphones sind Alleskönner - auch in Sachen Fotografie. Man braucht nur die richtigen Werkzeuge, schon verwandelt sich das Telefon in eine Kamera mit eingebautem Fotostudio. Das Angebot an Apps ist so groß, dass man schnell den Überblick verlieren kann. Seitenweise kümmern sich Blogger und Fachpresse um ratlose User, indem sie Listen wie diese ins Netz stellen. Eine wirklich ultimative Liste zusammenzustellen, ist kaum möglich. Trotzdem haben wir keine Mühen gescheut und ein paar der besten Apps aufgelistet, die zur Zeit zu haben sind.


1. Verwandeln Sie ihr Smartphone in eine Kamera

Das geht mit sogenannten Emulatoren. Hipstamatic etwa verwandelt das Handy in die Kodak-Instamatic-Kamera, die in den 1970er Jahren sehr populär war. Damit entstehen leicht verwaschene Fotos - für Freunde des Retro-Stils. Verschiedene Looks entstehen durch eine größere Auswahl von Linsen, Filmen und Blitzen. Noch mehr Retro-Look machen Rahmen möglich - die gibt's in schwarz, weiß oder auch altertümlich angerissen. Hipstamatic läuft auf IOS, für Android-Geräte gibt es Alternativen wie Retro-Camera.

Screenshot der iPhone-App 645Pro

645Pro: Alle Knöpfe da - wie auf der Rückwand einer echten Kamera

"Fotografieren wie ein Profi" verspricht die iPhone-App 645 PRO. Hier wird das Handy zum reinen Fotoapparat. Mit Belichtungsmesser, Autofokus, Weißabgleich. Auch hier können verschiedene Filme angewendet werden, sowohl in Farbe als auch in schwarz-weiß. In Echtzeit kann der User auch sehen, welchen der vorhandenen Filter er am besten anwendet. Wer etwas von Fotografie versteht, wird diese App schätzen, obwohl sie natürlich nie eine echte Kamera ersetzen kann. Problem: Wenn 645 PRO läuft, wird das iPhone sehr warm – die App verschlingt eine Menge Akku-Leistung.


2. Zuschneiden, einfärben, weichzeichnen

Die Emulatoren bearbeiten in der Regel keine Fotos. Jetzt kommen die Bearbeitungs-Apps ins Spiel. Eine der beliebtesten Apps ist Snapseed. Sehr überschaubar, aber mit ausreichenden Möglichkeiten: von Helligkeit, Farbsättigung und Kontrasteinstellungen bis hin zu Filtern mit Namen wie "Vintage", "Drama" oder "Grunge" ist alles dabei. Auch diese Filter können in unterschiedlichen Stärken verwendet werden. Snapseed läuft auf IOS und Android.

Professioneller geht es bei Filterstorm zu: Hier können Bilder zugeschnitten und skaliert werden, für den Rest sorgen die Filter. Neben den üblichen Einstellungen wie Tonwertkorrektur, Kontrast etc. ist hier auch ein gezielter Einsatz von Unschärfe möglich oder Wasserzeichen können eingesetzt werden. Und wer sich etwas genauer mit der Materie auskennt, kann tief in die Trickkiste der Bildbearbeitung greifen und aus einem Handyfoto ein Kunstwerk machen. Läuft nur auf Apple-Geräten.

Nahezu unschlagbar in der mobilen Bildbearbeitung ist Photoshop Express. Die abgespeckte Version der Profi-Software Photoshop gibt es für Smartphones und Tablets in allen Betriebssystemen. Fotos können zugeschnitten, rote Augen entfernt und Effekte hinzugefügt werden. Auch hier gibt es eine Auswahl an verschiedenen Bilderrahmen.


3. Verschönern und Falten wegzaubern

Screenshot Facetune

Diese App ersetzt jeden Schönheitssalon

Mit Facetune ist das alles gar kein Problem mehr. Die App macht jung, schlank, schön, pickelfrei und läuft ebenfalls auf allen Plattformen. So schön waren Vorher-Nachher-Fotos noch nie. Für IOS und Android.

Noch einfacher geht es mit Camera360. Diese App rechnet bereits beim Scharfstellen auf das Gesicht Falten und Unreinheiten weg und taucht die jugendlichen Schönheiten in verschiedene Pastelltöne - von rosé bis schwarz-weiß. Ideal für Selfies. Vorsicht aber beim Gebrauch der verschiedenen Filter: Die sehen grauenhaft aus, egal ob auf einem Samsung Smartphone oder einem iPhone.


4. Spielen und Quatsch machen

Mit Water Effect verwandeln Sie das Haus gegenüber in ein romantisches Schlösschen am See. Genauso gut können Sie sich ans Ufer eines Teichs verpflanzen oder ihrer wasserscheuen Katze ein Bad verpassen. Die App schneidet das Bild einfach in zwei Hälften, der Spiegeleffekt besorgt den Rest. Verschiedene Apps für alle Plattformen bieten das unter ähnlichen Namen an, etwa Foto Water Reflection, oder Wasser Reflektions-Effekt.

Mit der Water Reflect App stellt man Häuser ins Wasser

Eigentlich steht das Haus an einer Straße, mit davor parkenden Autos

Mit Apps wie Color Splash oder Color Touch effects können Sie Farbakzente in ein Schwarz-weiß-Bild setzen. Etwa eine Blume hervorheben. Oder bei Porträts nur ein Detail einfärben. Oder eine traurige Häuserschlucht in eine fröhliche bunte Gasse verwandeln.

ComicBook! macht aus ihren Fotos Comic-Bilder. Die können Sie dann entsprechend layouten, zum Beispiel drei kleine Bilder neben ein großes setzen. Das Gimmick: In die Bilder können Sie sogar Sprechblasen in unterschiedlichen Ausführungen einsetzen, dazu gibt es jede Menge typischer Comic-Effekte wie Explosionen oder Flüche. Eine durchaus unterhaltsame Alternative zur Urlaubs-Diashow. Leider nur auf IOS-Geräten zu haben.

Mit FaceSwap können Sie einen lustigen Gesichtertausch vollziehen. Noch spaßiger ist FaceBomb für Gruppenfotos – die App klont ein Gesicht und setzt es direkt der ganzen Gruppe auf. Sehr schön, wenn man das Gesicht eines gerade besonders dämlich dreinschauenden Menschen aussucht. Diesen Partyspaß gibt es für alle Systeme.

Screenshot EyeEm

Die Fotocommunity EyeEm hat weltweit mehr als 10 Millionen Nutzer


5. Teilen

Fast alle Apps haben inzwischen die Teilen-Funktion. Die fertigen Bilder können Sie sofort in die sozialen Netzwerke verschicken oder in den verschiedenen Fotocommunities veröffentlichen. Die Mutter aller sozialen Foto-Apps ist Instagram, die mit ein paar wirklich schönen Filtern daherkommt und eine zusätzliche Videofunktion hat.

Google hat auf der Photokina 2014 sein neues Produkt Google Views vorgestellt: Hier können Nutzer 360 Grad-Fotos ihrer Lieblingsorte direkt posten. Vom Android-Smartphone aus geht es über Google Play, iPhone Nutzer können mit der App Photosphere Panorama-Bilder erstellen und direkt bei Google Maps veröffentlichen. Voraussetzung ist ein Google Account.

Fotocommunities bieten ein großes Netzwerk und die Chance, die eigenen Bilder gut in Szene zu setzen. Welche Plattform Ihnen am besten zusagt, finden Sie heraus, wenn Sie sie besuchen. Ein paar Beispiele sind Flickr, EyeEm, 500px, Pinterest oder das größte deutschsprachige Netzwerk: Fotocommunity.

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