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Kunst

Fünf Bacon-Gemälde in Madrid gestohlen

Es ist einer der spektakulärsten Kunstdiebstähle der jüngeren Geschichte Spaniens: Unbekannte haben fünf Werke des Malers Francis Bacon im Wert von mehr als 30 Millionen Euro aus einer Madrider Privatwohnung gestohlen.

Der Kunstraub habe sich bereits im Juni 2015 ereignet, sei aber von den spanischen Behörden geheim gehalten worden, berichtete die spanische Zeitung "El Pais". Die Tat wurde erst dadurch bekannt, dass Ermittler auf der Madrider Kunstmesse ARCO Nachforschungen anstellten, ob die Werke an den Mann gebracht werden sollten. Mittlerweile haben die Behörden den Diebstahl bestätigt.

Der Ire Francis Bacon gilt als einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts. In seinen Werken setzte er sich vor allem mit der Darstellung des menschlichen Körpers auseinander. Seine Bilder erzielen auf Auktionen Rekordpreise: "Three Studies of Lucian Freud" (Artikelbild) etwa wechselte 2013 bei Christie's in New York für umgerechnet rund 127,7 Millionen Euro in den Besitz der US-amerikanischen Kunstsammlerin Elaine Wynn.

Von den Tätern fehlt jede Spur

Bacon war während einer Spanien-Reise 1992 in Madrid im Alter von 82 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben. Die gestohlenen Werke befanden sich im Besitz eines ehemaligen Freunds des Künstlers, der die Bilder von dem Maler geerbt hatte. Laut "El Pais" ereignete sich der Diebstahl in unmittelbarer Nähe des Oberhauses des spanischen Parlaments, in einem der am stärksten überwachten Viertel von Madrid.

Von den Tätern fehlt auch neun Monate nach der Tat jede Spur. Nach Informationen der Zeitung hatten die Diebe eine kurze Abwesenheit des Kunstsammlers genutzt, um in die gut gesicherte Wohnung einzubrechen. Sie setzen die Alarmanlage außer Funktion und verschwanden mit den Bildern, ohne Fingerabdrücke oder sonstige Spuren zu hinterlassen.

Allerdings dürften es die Diebe schwer haben, die Werke zu verkaufen, so ein Kunstexperte gegenüber "El Pais": "Der Kreis der potenziellen Abnehmer ist sehr klein. Wenn ein Bacon-Bild angeboten wird, spricht sich das sofort herum."

as/ww (dpa,El Pais)

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