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Ostmitteleuropa

Führer der radikalen "Selbstverteidigung" Andrzej Lepper fordert Rücktritt der polnischen Regierung

- Kritik an schlechter Erntevorbereitung und Getreideimporten, Drohung mit neuen Straßenblockaden

Warschau, 6.8.2002, PAP, poln.

Nach Ansicht von Andrzej Lepper (Vorsitzender der "Selbstverteidigung" - MD) "war die Ernte in Polen noch nie so schlecht vorbereitet wie in diesem Jahr". Wie der Getreideaufkauf vor sich gehe, sei ein Skandal.

Lepper erklärte auf einer Pressekonferenz am Montag (5.8.), der Premierminister sollte den Landwirtschaftsminister Jaroslaw Kalinowski und "seine gesamte Mannschaft", die allein für die Vorbereitung des Getreideaufkaufs verantwortlich seien, so bald wie möglich entlassen. "Wenn sie noch nicht einmal in der Lage sind, so eine Kleinigkeit wie den Getreideaufkauf zu regeln, dann sollten sie Mistgabeln in die Hände nehmen und lernen, Mist aus den Ställen zu beseitigen", fügte er hinzu. Sollte im Oktober wieder importiertes Getreide in Polen eintreffen, werde sich die "Selbstverteidigung" auf die Gleise begeben und die Waggons öffnen.

"Wenn der Getreidekauf nicht so erfolgt, wie er sein sollte, wenn Getreide nicht von polnischen Landwirten zu normalen Preisen gekauft wird, dann werden wir Waggons öffnen, wo immer sie sich befinden, für wen sie auch bestimmt sind. Man soll sich nicht wieder wundern und klagen, dass die ‚Selbstverteidigung‘ die Gleise blockiert", sagte Lepper. Die verzweifelten Landwirte würden auf die Straßen gehen und sie blockieren, aber es sei nicht die "Selbstverteidigung", die sie zu Protesten, zur Blockade des Landes überrede. (...) "Wir kritisieren diese Regierung nicht um der Kritik willen. Wir sind sogar zu einer Koalition mit dieser Regierung bereit, aber die Finanzpolitik muss sich ändern", erklärte Lepper vor Journalisten. (TS)

  • Datum 06.08.2002
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  • Permalink http://p.dw.com/p/2XOY
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