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Aktuell Asien

Fähre vor Südkorea sinkt - Tote und Vermisste

Vor der Küste Südkoreas ist eine Fähre in Seenot geraten und droht völlig zu sinken. Trotz einer dramatischen Rettungsaktion gibt es hunderte Vermisste.

Nach offiziellen Angaben werden etwa 290 der rund 470 Menschen an Bord vermisst. Bisher hatte es geheißen, 368 Menschen seien gerettet worden. Die Regierung in Seoul habe Fehler bei der bisherigen Zählung der Vermissten bestätigt, berichtet die nationale Nachrichtenagentur Yonhap. Mindestens zwei Menschen, darunter ein weibliches Besatzungsmitglied, hätten nur noch tot geborgen werden können. Die Rettungsaktion geht weiter.

Fernsehbilder zeigen Menschen mit Rettungswesten, die in Schlauchboote klettern, während das Wasser über die Reling schwappt. Viele der Geretteten wurden offenbar von Fischerbooten und Handelsschiffen aufgenommen, die in der Nähe waren und den Unglückort vor der Küstenwache erreichten.

Hunderte Schüler an Bord

Die "Sewol" hatte am Morgen (Ortszeit) einen Notruf abgesetzt. Innerhalb weniger Stunden sank sie fast komplett. Eine großangelegte Rettungsaktion lief an, an der neben Schiffen der Marine und Küstenwache auch Hubschrauber beteiligt waren.

An Bord befanden sich auch mehr als 300 Schüler mit ihren Lehrern. Die Fähre war auf dem Weg von der Küstenstadt Inchon im Westen des Landes zur Ferieninsel Cheju vor der Südküste.

Fähre vor Südkorea gesunken (Foto: Reuters)

Noch werden über hundert Menschen vermisst

Grundberührung als Unfallursache?

Die Fernsehbilder zeigen, wie die über 6800 Tonnen schwere Fähre zunächst in starke Seitenlage geriet. Die Unglücksursache war zunächst unklar. Doch vermuteten Experten, dass das Schiff auf einen Felsen gelaufen sein könnte. Er habe ein "starkes pochendes Geräusch" gehört, bevor das Schiff gestoppt habe, sagte ein Passagier per Telefon dem Kabelsender YTN. Mittlerweise ist die Fähre fast völlig gesunken.

gmf/qu (afp, dpa, rtr)