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Kultur

Fähre in Indonesien gesunken

Vor Borneo ist eine Fähre mit mehr als 260 Menschen an Bord untergegangen. Rund 50 Kilometer von der Küste entfernt hatte eine Welle sie zum Kentern gebracht. Offenbar haben nur wenige das Unglück überlebt.

Grafik der Insel Sulawesi

Die Insel Sulawesi (gelb) inmitten des indonesischen Archipels

Es herrschte schwerer Seegang, als die "Teratai Prima" in Seenot geriet. Von den über 260 Personen an Bord konnten nach Angaben der Seenotrettung lediglich 18 Menschen gerettet werden, darunter mehrere Besatzungsmitglieder. Ein Sprecher sagte, es sei zu befürchten, dass mehr als 200 Menschen ertrunken sind.

Das Schiff "Teratai Prima" war vom Hafen in Pare-pare auf der Insel Sulawesi ausgelaufen und unterwegs nach Samarinda in Kalimantan, dem indonesischen Teil der Insel Borneo. In den frühen Morgenstunden am Sonntag (11.01.2009) geriet es in ein Unwetter. Wie einer der Geretteten beichtete, wurde es von einer meterhohen Welle getroffen und kenterte. Laut Medien sank es rund 50 Kilometer von der Küste entfernt.

Angehörige warten auf Informationen

Nach Angaben der Hafenbehörden befanden sich rund 250 Passagiere und 17 Besatzungsmitglieder an Bord. Drei Überlebende wurden vermutlich von Fischern gerettet. Vier gehörten zur Besatzung der Fähre, sagte der Hafenmeister.

Im Hafen von Samarinda versammelten sich zahlreiche Angehörige der Passagiere und warteten verzweifelt auf Neuigkeiten. Sie verlangten die Veröffentlichung der Namensliste der Überlebenden.

Schlecht gewartete Schiffe

In Indonesien kommt es relativ häufig zu Fährunglücken. Viele der Schiffe sind alt und schlecht gewartet. Zudem lassen die Betreiber oft weit mehr Passagiere an Bord als erlaubt.

Zuletzt kamen Anfang 2007 42 Menschen ums Leben, als auf einer Fähre zwischen der Hauptstadt Jakarta und der Insel Bangka vor Sumatra ein Feuer ausbrach. (uh)