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EZB: Draghi übernimmt viele Baustellen

Die Europäische Zentralbank bekommt einen neuen Chef. Mario Draghi löst am 1. November Jean-Claude Trichet ab. Was für ein Amt übernimmt der Italiener? Von außen betrachtet eine repräsentative, neu gestaltete EZB. Denn die Bank unter den Banken befindet sich derzeit im Umbau. Doch im Inneren gibt es Probleme - Kritiker behaupten, aus der soliden Notenbank sei eine europäische Bad Bank geworden.

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Der neue Mann, Mario Draghi, übernimmt viele Baustellen. Die Europäische Zentralbank hat eigentlich nur einen Auftrag: für stabile Preise in der Euro-Zone zu sorgen und dabei unabhängig zu bleiben. Unter Trichet kam es aber zum Unmöglichen, die EZB ließ sich vor den politischen Karren spannen und kaufte griechische Staatsanleihen auf, später dann auch spanische und italienische. Die Europäische Zentralbank hat in dreistelliger Milliardenhöhe den Ballast der hochverschuldeten Euroländer übernommen. Der Ökonom Draghi will es nun richten - er hat einst bei Nobelpreisträgern studiert und bei Goldman Sachs im Investmentbanking gearbeitet. Nun sind alle gespannt darauf wie Draghi die EZB führen wird - auch unser Reporter Holger Trzeczak.