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Aktuell Asien

Extremisten greifen Armeebasis an

In Pakistan haben mutmaßlich militante Islamisten einen der größten Luftwaffenstützpunkte des Landes angegriffen. Bei Schießereien starben mindestens neun Menschen.

Mehrere schwer bewaffnete Angreifer seien auf das Gelände des Stützpunktes Minhas bei Kamra in der zentralen Provinz Punjab vorgedrungen und hätten die Sicherheitskräfte in ein heftiges Gefecht verwickelt, teilten die pakistanischen Streitkräfte mit.

Bei dem Schusswechsel seien mindestens acht Angreifer und ein Wachmann getötet worden, hieß es weiter. Die erschossenen Angreifer hätten Sprengstoffgürtel getragen, wie sie für Selbstmordattentäter typisch seien. Zudem seien sie mit automatischen Waffen und Panzerfäusten ausgerüstet gewesen. Es sei den Kämpfern aber nicht gelungen, bis zu den Flugzeughangars vorzudringen. Der Kommandeur des Stützpunkts, Brigadegeneral Muhammad Azam, sei bei dem Gefecht verwundet worden, teilte die Luftwaffe weiter mit.

Keine Atomwaffen in der Basis

Der Stützpunkt Kamra liegt 80 Kilometer nordwestlich von Islamabad und beherbergt auch eine große Fabrik, die Flugzeuge und Waffensysteme herstellt. Er wurde seit 2007 mindestens dreimal angegriffen. Auf der Basis sind nach Militärangaben keine Atomwaffen gelagert.

Bislang bekannte sich keine Gruppe zu dem Angriff. Als Hauptverdächtigte gelten die radikal-islamischen Taliban, die gegen die Regierung in Islamabad kämpfen. Das Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan gilt als Rückzugsgebiet der Taliban und des Terrornetzwerks Al-Kaida.

Erst Anfang Juli hatte Pakistan seine Grenze zur Versorgung der westlichen Truppen in Afghanistan wieder geöffnet. Die Nachschubrouten hatte das Land im November 2011 geschlossen, weil mehr als zwanzig pakistanische Soldaten bei einem Nato-Luftangriff getötet worden waren. Die Nato hatte dies als Versehen bezeichnet und bedauert, die USA hatten um Entschuldigung gebeten.

wl/nis (dapd, rtr, dpa)

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