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Euromaxx

Extrembergsteigerin Nives Meroi

Die Italienerin Nives Meroi hat bisher elf der vierzehn Achttausender der Erde bestiegen und gehört damit zu den erfolgreichsten Profi-Bergsteigerinnen der Welt. Nach mehreren Schicksalsschlägen bereitet sich Nives Meroi gerade darauf vor, nach einigen Jahren Pause, die ihr noch fehlenden Achttausender zu ersteigen.

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Nives Meroi verfolgt einen sehr einfachen und reduzierten Alpinstil, ohne zusätzlichen Sauerstoff und mit so wenig externen Hilfsmitteln wie möglich. Ihr Ziel: eine ehrliche Begegnung mit dem Berg - und sich selbst.

Bei ersten Kletterausflügen im Alter von 15 Jahren entdeckte Nives Meroi den Alpinismus. Als 19-Jährige lernt sie den Bergführer Romano Benet kennen, der fortan ihr Kletterpartner und später ihr Lebensgefährte und Ehemann wird. Als Team zieht es die beiden auf immer höhere Berge. Ihren ersten Achttausender - den Nanga Parbat - begehen sie im Juli 1998. Weitere Gipfel folgen. Um alle 14 Achttausender bestiegen zu haben, fehlen Nives Meroi noch die Annapurna, der Makalu und der Kangchendzönga.

Ihren Traum musste sie in den vergangenen Jahren aufgrund mehrerer Schicksalsschläge erst einmal auf Eis legen. 2008 bricht sie sich bei dem Versuch als erster Mensch den Makalu-Gipfel im Winter zu besteigen das Bein. Ihr Mann trägt sie zwei Tage lang durch dichten Nebel auf dem Rücken, bis sie von einer russischen Hubschraubermannschaft gerettet werden. 2009 der wohl größte Rückschlag für Nives Meroi: Beim Aufstieg auf den Kangchendzönga erkrankt ihr Ehemann schwer. Nives Meroi kehrt mit ihm gemeinsam um. Dies ist der Moment, in dem sie das öffentlich ausgerufene Rennen um den Titel als erste Frau auf allen 8000ern aufgibt.

Weitere erfolgreiche Frauen im Extrembergsport sind die Spanierin Edurne Pasaban, die Österreicherin Gerlinde Kaltenbrunner und die Südkoreanerin Oh Eun-Sun. Alle drei haben bereits alle Achttausender bestiegen.

Mittlerweile hat sich Romano Benet wieder erholt und die beiden planen, ihr Lebensprojekt bald fortzusetzen. Drei Achttausender fehlen Nives Meroi - noch.