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Wirtschaft

Export und Produktion lassen nach

Nach den Rekordzahlen vom September und Oktober sind die Exporte der deutschen Wirtschaft im November wieder deutlich zurückgegangen. Die Eine-Billion-Marke wurde erneut geknackt.

Die Ausfuhren deutscher Unternehmen sind im November überraschend deutlich zurückgegangen. Im Vergleich zum

Oktober

verringerten sich die Ausfuhren um 2,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat legten die Exporte allerdings um 1,4 Prozent zu. Insgesamt wurden Waren im Wert von 95,8 Milliarden Euro ausgeführt. Im September hatten die Ausfuhren einen Wert von 102,5 Milliarden Euro gehabt, im Oktober einen Wert von fast 104 Milliarden Euro.

Die Importe legten hingegen sowohl im Vormonatsvergleich als auch im Vergleich zum November 2013 zu, wie die Statistiker weiter mitteilten. Mit 78 Milliarden Euro waren sie 1,7 Prozent höher als im November 2013 und 1,5 Prozent höher als im Oktober.

Erneut überschritt die deutschen Exporte im November die Marke von einer Billion Euro. Von Januar bis November 2014 führte sie Waren im Wert von insgesamt 1,045 Billionen Euro aus. 2011 war die Eine-Billion-Euro-Marke zum ersten Mal übertroffen worden, allerdings erst im Dezember.

Firmen drosselten die Produktion

Auch die

Industrieproduktion

sank im November um 0,1 Prozent. Experten hatten mit einem Plus von 0,4 Prozent gerechnet.

Ökonomen reagieren gelassen auf die auf den ersten Blick schlechten Zahlen. Rainer Sartoris von der HSCB Trinkaus sagte: "Mit den Zahlen kann man leben. Zumal der Produktionsrückgang vor allem auf die geringere Energieerzeugung zurückzuführen ist, was wiederum mit dem ungewöhnlich milden Winter zusammenhängen könnte." Der Außenhandel dürfte seiner Meinung nach am Jahresende das Wachstum kaum angeschoben haben. Der Anstieg der Importe spreche aber für einen anziehenden Konsum.

Alexander Krüger vom Bankhaus Lampe sagte: "Die Bäume wachsen nicht in den Himmel. Die geopolitische Lage lässt derzeit nicht mehr zu - vor allem der Russland-Konflikt und die damit einhergehende Verunsicherung in der Wirtschaft."

zdh/wen (rtr, afp, dpa)