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Wirtschaft

Export nach Russland bricht um 18 Prozent ein

Der Konflikt mit Moskau um die Ukraine hat den deutschen Export nach Russland im vergangenen Jahr einbrechen lassen. Langfristig betrachtet legten die Ausfuhren allerdings beträchtlich zu.

Insgesamt exportierte Deutschland 2014 Waren im Wert von 29 Milliarden Euro nach Russland, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Zugleich sanken die Importe aus Russland nach Deutschland um sieben Prozent auf 38 Milliarden Euro.

Damit wies Deutschland im vergangenen Jahr den bisher höchsten Importüberschuss im Handel mit Russland auf: Es wurden für neun Milliarden Euro mehr Waren aus der Russischen Föderation importiert als dorthin exportiert. Russland gehört damit zu den wenigen Ländern, mit denen Deutschland keinen Exportüberschuss erzielt hat.

Kein deutscher Exportüberschuss

Bereits 2013 waren die deutschen Exporte nach Russland um sechs Prozent gesunken. Im vergangenen Jahr wurde die Expansion des deutschen Außenhandels mit Russland nun weiter gebremst. Langfristig betrachtet, haben sich die deutschen Exporte nach Russland laut Statistikamt vom Jahr 2000 bis 2014 allerdings vervierfacht.

Unter den wichtigen Exportländern Deutschlands wies nur China höhere Steigerungsraten auf. So haben sich die deutschen Exporte nach China im Vergleich zu 2000 fast verachtfacht. Die deutschen Exporte in alle Länder erreichten im gleichen Zeitraum eine Steigerung von 90 Prozent.

Wichtigster Energielieferant

Russland ist Deutschlands wichtigster Energielieferant. Von dort kamen knapp ein Drittel (31 Prozent) des importierten Erdöls und Erdgases. Vier Fünftel der deutschen Importe aus Russland entfallen auf den Bereich Energieversorgung.

Die deutschen Exportschlager in Russland waren wiederum Maschinen, die 23 Prozent der deutschen Exporte ausmachten, Kraftwagen und Fahrzeugteile (18 Prozent) sowie chemische Erzeugnisse (zehn Prozent).

ul/wen (afp, dpa)