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Deutschland

Explosion in norddeutscher Fabrik

Eine gewaltige Detonation in einem Entsorgungsunternehmen hat die Stadt Ritterhude bei Bremen erschüttert. Der anschließende Großbrand zerstörte in der Nacht zum Mittwoch die Fabrik. Einige Anwohner sind nun obdachlos.

Der Knall war kilometerweit zu hören, als es am Dienstagabend gegen 21 Uhr zu der Explosion in dem Entsorgungsunternehmen für Farben, Lacken und Sondermüll kam. Die Druckwelle ließ in Ritterhude Fenster und Türen in der Umgebung bersten. Mehrere Nachbarhäuser wurden so stark beschädigt, dass sie einsturzgefährdet sind. Etwa 30 bis 40 Häuser sind betroffen.

Mehrere Hallen des Unternehmens brannten, 200 Feuerwehrleute und 150 weitere Helfer waren im Einsatz. Ein Mitarbeiter der Firma, der offensichtlich vor der Explosion nach dem Rechten sehen wollte, wurde schwer verletzt aus den Trümmern geborgen. Die meisten Anwohner kamen aber mit dem Schrecken davon. Unter ihnen gab es - laut Polizei und Feuerwehr - nur einige Leichtverletzte.

Feuerwehrsprecher Michael Richartz sagte der Bildzeitung, dass es aus noch ungeklärter Ursache vermutlich zu einer Aceton-Explosion kam. Die Firma arbeitet mit dem Lösungsmittel. Richartz: "Es ist hochexplosiv und brennt wie Gift. Das Feuer hat in kürzester Zeit eine enorme Hitze entwickelt."

Nach dem Unglück stellt sich die Frage: Warum darf solch eine Firma in einem Wohngebiet betrieben werden? Schon in der Vergangenheit hatte es deshalb Streit in Ritterhude gegeben.