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Aktuell Amerika

Explosion in Mexiko-Stadt tötet 32 Menschen

Nach der Explosion im Hochhaus des mexikanischen Ölkonzerns Pemex in Mexiko-Stadt ist die Zahl der Todesopfer auf mehr als 30 gestiegen. Die Rettungskräfte hatten die Nacht hindurch nach möglichen Überlebenden gesucht.

"Momentan haben wir 32 bestätigte Todesfälle", sagte der Generaldirektor von Pemex, Emilio Lozoya Austin, vor Journalisten. Demnach starben 20 Frauen und zwölf Männer. Von den insgesamt 121 Verletzten befänden sich noch 52 im Krankenhaus.

Hunderte Feuerwehrleute, Polizisten und Soldaten hatten die ganze Nacht hindurch die Trümmer durchkämmt. Spürhunde waren im Einsatz, um Überlebende in den Trümmern des schwer beschädigten Hochhauses ausfindig zu machen.

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Tote nach Explosion in Hochhaus

Die angrenzende Straße wurde abgesperrt, über der Gegend flogen Hubschrauber. Mit Beginn der Dunkelheit suchten die Helfer mit Hilfe von Flutlichtern und zwei Kränen nach möglichen Verschütteten.

Viele der Angestellten standen zum Zeitpunkt der Explosion um 15.45 Uhr Ortszeit kurz vor ihrem Feierabend. "Plötzlich gab es eine große Erschütterung, die erste Etage war voll von Trümmern, das Licht ging aus", berichtete einer. Glasscherben seien in alle Richtungen geflogen, erzählte eine andere Überlebende unter Tränen.

Die Ursache für die Explosion vom Donnerstag in dem 54-stöckigen Wolkenkratzer ist weiter unklar. Pemex-Chef Lozoya sagte in der Pressekonferenz. Die Untersuchung dauere an. "Wir werden nicht spekulieren." Die Suche nach verschütteten Menschen werde fortgesetzt.

Pemex-Quellen hatten von einer Überhitzung der Kühlanlage des Gebäudes berichtet. Einige Zeugen sprachen von zwei Detonationen. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Erdöl-Techniker, Moisés Flores, berichtete von einer mangelhaften Wartung der Heiz- und Kühlanlage.

Das Pemex-Gebäude war bei seiner Eröffnung in den 1980er Jahren der höchste Wolkenkratzer Lateinamerikas. Der 214 Meter und 54 Etagen hohe Gebäudekomplex war nach der Explosion evakuiert worden. Die Straßen der Umgebung wurden gesperrt.

Das Unglück hatte sich in einem der beiden Nebengebäude ereignet, in dem laut Lozoya 1700 Menschen arbeiteten. Pemex ist der viertgrößte Rohölproduzent der Welt und fördert pro Tag rund 2,5 Millionen Barrel. Trotz der Evakuierung des Verwaltungsgebäudes soll die Produktion ununterbrochen fortgeführt werden, kündigte Lozoya an.

Staatspräsident Enrique Pena Nieto besuchte noch am Donnerstagabend den Unglücksort.

uh/haz (dapd,afp)

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