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Aktuell Deutschland

Explosion erschüttert Chemiepark im Ruhrgebiet

In einem Chemiepark in Marl ist bei einer heftigen Detonation ein Arbeiter ums Leben gekommen. Laut Polizei explodierte vermutlich ein Gasbehälter und verursachte eine 100 Meter hohe Stichflamme.

Ein weiterer Mitarbeiter wurde bei dem Vorfall verletzt. Er wurde mit schweren Brandwunden in eine Spezialklinik geflogen. Ein Feuerwehrmann erlitt leichte Verletzungen.

Der tote Arbeiter konnte mittlerweile aus den Trümmern geborgen werden. Wegen der hohen Temperaturen am Unglücksort war dies zunächst nicht möglich gewesen.

Angeblich keine Gesundheitsgefahr

Nach dem Ausbruch des Feuers in einem Kühlturm lag am Nachmittag zunächst eine dunkle Wolke über dem Gelände. Durch den Wind sei der Rauch jedoch schnell weniger geworden, so dass bei Messungen außerhalb des Chemieparks bereits keine Schadstoffe mehr nachgewiesen worden seien, teilte der Standortleiter Klaus-Dieter Juszak mit.

Trotzdem waren die Anwohner vorsorglich aufgefordert worden, die Fenster geschlossen zu halten. Eine Gesundheitsgefahr habe aber nicht bestanden, hieß es. Die Polizei hat eine Ermittlungskommission eingerichtet, um die genaue Unglücksursache zu erforschen. Am späten Samstagabend waren die Löscharbeiten abgeschlossen. Die Anlagen wurden aber weiter gekühlt.

Das riesige Gelände, auf dem sich die Explosion ereignete, ist nach Angaben des Betreibers der drittgrößte Chemiepark in Deutschland. Auf dem 6,5 Quadratkilometer großen Areal beschäftigen 30 Firmen fast 10.000 Menschen. In der von dem Unglück betroffenen Anlage stellt der Essener Spezialchemiekonzern Evonik ein Vorprodukt für die Kunststoffproduktion her.

gri/fw (dpa, rtr, dapd)