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Fußball

Experten einig: Bayern München wird Meister

Mit Offensivfußball spielte sich 1899 Hoffenheim an die Spitze der Bundesliga. Kann der Aufsteiger seinen Durchmarsch in der Rückrunde fortsetzen oder steht am Ende doch der FC Bayern München wieder ganz oben?

Können die Bayern Hoffenheim noch überflügeln?

Überflügeln die Bayern noch Hoffenheim?

Glaubt man den Experten, dann darf der FC Bayern München zum Saisonende seine 22. Meisterschaft feiern, dem Höhenflug von Herbstchampion 1899 Hoffenheim zum Trotz. So legten sich alle 18 Bundesliga-Trainer auf den Titelverteidiger als neuen Meister fest. Tatsächlich spricht einiges für die Bayern. Das Team von Trainer Jürgen Klinsmann war zwar holprig in die Saison gestartet, hatte dann aber eine Serie von 16 Pflichtspielen ohne Niederlage hingelegt. Großen Anteil daran hatte Superstar Frank Ribery, der zuvor wegen einer Verletzung zwei Monate gefehlt hatte. Am Ende der Hinrunde reichte es für den Rekordmeister noch zu Rang zwei vor Hertha BSC, dem Hamburger SV und Bayer Leverkusen. Jürgen Klinsmann erwartet "eine spannende Rückrunde, ein Meisterschafts-Rennen auch mit Hoffenheim bis zum letzten Spieltag."

Transfer-Karussell in München

Freut sich auf seine Zukunft in Köln, Lukas Podolski

Podolski freut sich auf seine Zukunft in Köln

In der Winterpause wurden an der Isar wichtige Personalien geklärt. So liehen sich die Bayern Offensivspieler Landon Donovan bis Mitte März von Los Angeles Galaxy aus. Und fest steht: Lukas Podolski, der über seine Reservistenrolle in München stets geklagt hatte, darf den Club im Sommer verlassen. Der Nationalspieler geht für zehn Millionen Euro zurück in seine sportliche Heimat, zum 1. FC Köln. Der Transfer gilt aber nur, wenn der Aufsteiger, derzeit Elfter der Tabelle, die Klasse erhalten sollte. Auch stellten die Bayern schon Weichen für die nächste Saison und verpflichteten den kroatischen Stürmer Ivica Olic vom HSV.

Rückschlag für Hoffenheim

Höhenflug gestoppt: Ibisevic fällt verletzt aus

Höhenflug gestoppt: Ibisevic fällt aus

Weiter bescheiden gibt sich der Aufsteiger und Herbstmeister aus Hoffenheim. Trainer Ralf Rangnick wies alle Titelambitionen einmal mehr von sich. "Uns geht es um die langfristige Perspektive." Die Teilnahme am internationalen Wettbewerb sei nicht unmöglich, "aber wir lassen uns auch nicht einreden, dass es eine enttäuschende Saison war, wenn wir im Mai Siebter werden." Rangnicks Team muss einen herben Rückschlag verkraften. So fällt der mit 18 Treffern überragende Torjäger Vedad Ibisevic wegen einer Knie-Operation in der Rückrunde aus. Dafür vermeldete der Dorfclub einen prominenten Neuzugang zum Nulltarif. Der ehemalige Nationaltorhüter Timo Hildebrand versucht nach gescheitertem Valencia-Abenteuer beim Tabellenführer einen Neuanfang. Und dann hat Hoffenheim endlich auch ein eigenes Stadion. Die 30.000 Plätze fassende Rhein-Neckar-Arena im benachbarten Sinsheim kostete 60 Millionen Euro und wurde von Mäzen Dietmar Hopp bezahlt.

Rekorderlös für Hamburg

Hofft auf ein erfolgreiches Comeback, Bernd Schneider

Hofft auf ein erfolgreiches Comeback, Bernd Schneider

Still und heimlich hatte sich Hertha BSC in der Hinrunde auf den dritten Platz vorgespielt. Die Berliner vertrauen weiterhin dem Kader um Stürmer Marko Pantelic und streben die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb an. Unter Zugzwang steht der HSV, der Ersatz für Mittelfeldspieler Nigel de Jong suchen muß. Der Niederländer wechselt für rund 20 Millionen Euro zu Manchester City. Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer sprach von einem "wirtschaftlich optimalen Transfer." Mit dem zweithöchsten Erlös im deutschen Fußball - nur der Verkauf von Owen Hargreaves von Bayern München zu Manchester United brachte fünf Millionen Euro mehr ein - soll jetzt ein neuer Stürmer verpflichtet werden. In Leverkusen kehrt Bernd Schneider auf die Bundesliga-Bühne zurück. Der 35-Jährige hatte wegen eines Bandscheibenvorfalls seit April kein Spiel mehr bestritten. Schneiders Team wird wegen der Modernisierung der BayArena alle Rückrundenspiele in Düsseldorf austragen.

Ausmisten auf Schalke

Bremens Hoffnugsträger Alexandros Tziolis

Bremens Hoffnugsträger Alexandros Tziolis

Auf bessere Zeiten hoffen der FC Schalke 04 und Werder Bremen, die derzeit nur die Ränge sieben und acht belegen. Bei den Hanseaten soll der griechische Neuzugang Alexandros Tziolis helfen, die Krise zu überwinden. Der defensive Mittelfeldspieler wurde von Panathinaikos Athen ausgeliehen. Bei den Königsblauen aus Schalke hat derweil das große Aufräumen begonnen. So wurden die Verträge mit den unzufriedenen Reservisten Gustavo Varela und Peter Lövenkrands aufgelöst und der enttäuschende Ze Roberto II nach Brasilien ausgeliehen. Auch die Fehleinkäufe Albert Streit und Carlos Grossmüller wollen die Schalker noch loswerden. Und auch Borussia Dortmund dünnte seinen Kader aus, holte mit Kevin Boateng aber auch einen alten Bekannten in die Bundesliga zurück. Der ehemalige Berliner wurde von Tottenham Hotspur ausgeliehen. Nicht geizig zeigte sich der VfB Stuttgart. Die Schwaben verpflichteten Junioren-Nationalspieler Timo Gebhart und überwiesen rund drei Millionen Euro an Zweitligist 1860 München.

Panikkäufe in Mönchengladbach

Gladbachs Coach Meyer glaubt an den Klassenerhalt

Gladbachs Coach Meyer glaubt an den Klassenerhalt

Steigerungsbedarf für seine Wölfe sieht noch Trainer Felix Magath. Der VfL Wolfsburg steht trotz großer Investitionen nur auf Rang neun und somit im Niemandsland der Tabelle. Spannend dürfte es im Abstiegskampf zugehen. Eintracht Frankfurt auf Platz zwölf und die Schlusslichter VfL Bochum und Borussia Mönchengladbach sind lediglich durch acht Punkte voneinander getrennt. Die Gladbacher gaben rund fünf Millionen Euro für vier Neuzugänge aus, darunter sind Tomas Galasek und Paul Stalteri. "Ich bin optimistisch, dass wir den Klassenerhalt schaffen", sagte Trainer Hans Meyer angesichts der Verstärkungen. Auch für Hannover 96, Arminia Bielefeld, den Karlsruher SC und Energie Cottbus heißt die Devise Klassenerhalt.

Liga vor Zuschauerrekord

Zu erwarten ist ein neuer Zuschauerrekord. Denn die Liga verbuchte mit 6.254.776 Millionen Fans den besten Hinrunden-Besuch seit ihrer Gründung im Jahr 1963. Im Schnitt passierten bislang 40.880 Zuschauer pro Spiel die Stadiontore. Angesichts der Wirtschaftslage sieht Karl-Heinz Rummenigge die Vereine der Bundesliga im internationalen Vergleich "weniger bedroht, da es hierzulande solidere Strukturen gibt." Der Vorstands-Vorsitzende des FC Bayern fürchtet aber um die Zukunft europäischer Klubs. "Es scheint zahlreiche Vereine zu geben, die ernsthaft bankrottgefährdet sind."

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