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US-Kabinett

Ex-Banker Mnuchin neuer US-Finanzminister

Aller Widerstand der Demokraten im Senat war vergeblich: Der ehemalige Hedgefondsmanager Steven Mnuchin leitet künftig das US-Finanzministerium. Kritiker sehen nun den Kampf gegen Steueroasen in Gefahr.

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Mnuchin als US-Finanzminister bestätigt

Mit 53 zu 47 Stimmen bestätigte der Senat die Nominierung Steven Mnuchins für das Amt des Finanzministers. Die meisten oppositionellen Demokraten stimmten gegen den 54-Jährigen. Anschließend legte Mnuchin vor US-Vizepräsident Mike Pence den Amtseid ab. 

Mnuchin gilt als Kind der Wall Street. Schon sein Vater arbeitete jahrzehntelang als Manager für Goldman Sachs. Der Junior stieg dort nach dem Studium an der Elite-Universität Yale ein. Während seiner 17-jährigen Tätigkeit für die Investmentbank verdiente er Dutzende Millionen Dollar.

Umstrittene Geschäftspraktiken

Später gründete er seinen eigenen Hedgefonds und wurde zu einem der großen Profiteure der Immobilienkrise. Mnuchins Praktiken waren dabei umstritten. Er sah sich Vorwürfen ausgesetzt, Eigenheimbesitzer gezielt in die Zwangsvollstreckung getrieben zu haben, um dann Ausgleichzahlungen von der Einlagensicherungsbehörde FDIC zu kassieren. Diese Vorwürfe wies Mnuchin stets zurück.

Während die Republikaner die Routine des Ex-Managers im Bankbereich loben und auf positive Effekte durch seine Erfahrung im Umgang mit privatwirtschaftlichen Unternehmen setzen, befürchten Kritiker, Mnuchin werde in der Regierung vor allem die Interessen der Finanzlobby durchsetzen. Befürchtet wird zudem, dass mit ihm als Minister ein wirksamer Kampf gegen Steueroasen nicht mehr möglich sein wird.

djo/wa (afp, dpa)

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