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Kultur

Evangelischer Gottesdienst aus Sundern

Der Deutschlandfunk überträgt den Gottesdienst aus der Lukaskirche

Evangelische Lukaskirche Sundern NRW

Die Lukaskirche

„Aufbrechen zu den Menschen“ – unter diesem Motto steht der Rundfunkgottesdienst am 5. Sonntag der Passionszeit aus der Lukaskirche in Sundern. Die Kleinstadt Sundern liegt zwischen Iserlohn und Arnsberg und hat knapp 30.000 Einwohner.

In den letzten 20 Jahren sind viele Menschen mit russlanddeutschen Wurzeln hierher gekommen - vor allem aus Kasachstan. Sie haben erlebt, was es bedeutet, die eigene Heimat zu verlassen, aufzubrechen und nicht zu wissen, wohin dieser Aufbruch führen würde. Sie haben erlebt, was der Predigttext des heutigen Sonn­tags zum Ausdruck bringt: „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünf­tige suchen wir“ (Hebräer 13, 14). Was Menschen auch heute noch dazu bringt aufzubrechen, wohin das führen kann und warum Christen einen solchen Aufbruch wagen können, davon erzählt der heutige Gottesdienst.

Im Gottesdienst erklingt die Triosonate in G-Dur von Johann Sebastian Bach (BWV 1038), dargeboten von einem Instrumentalensemble unter der Leitung von Silke Vogt. Die Orgel spielt Irene Richter. Die Liturgie gestaltet Pfarrer Jochen Prunzel, die Predigt hält Pfarrer Martin Vogt.

Evangelische Lukaskirche Sundern NRW

Der Glockenturm der Lukaskirche

Bis zum Ende des 2. Weltkriegs gab es in Sundern nur eine Handvoll evangelischer Christen. Die Gottesdienste wurden im Kino, im Gasthaus oder im Bahnhofsgebäude gefeiert. Erst durch den Zustrom von Flüchtlingen änderte sich die Lage und machte den Bau einer eigenen Kirche notwendig. So wurde 1950 die Lukaskirche gebaut - eigentlich als Notkirche für die nächsten 20 bis 30 Jahre. Tatsächlich tut sie bis heute ihren Dienst, inzwischen ergänzt durch den Anbau eines Gemeindehauses. Weil in der kleinen Kirche viel Holz verbaut wurde, fühlen sich viele Menschen in diesem Raum auf Anhieb wohl. Vieles erinnert bis heute daran, mit welch bescheidenen Mitteln die Arbeit der Gemeinde in Sundern begonnen hat.