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Kultur

Evangelischer Gottesdienst am Reformationstag aus dem Ostseebad Rerik

Der Deutschlandfunk überträgt den Gottesdienst aus der Sankt Johannis-Kirche

Altarraum der Sankt Johannis-Kirche

Altarraum der Sankt Johannis-Kirche

„Ich habe keinen Gott, aber Gott hat mich“ – schreibt der Bildhauer und Schriftsteller Ernst Barlach. Gott suchen und sich von Gott finden lassen – davon erzählt der evangelische Gottesdienst zum Reformationstag.

Jedes Jahr pilgern viele Touristen in diesen mecklenburgischen Küstenort, um hier eine der bekanntesten Barlach-Skulpturen zu bewundern: den „lesenden Klosterschüler“. Und sind verblüfft, wenn diese Figur zwar in der berühmten Novelle ‚Sansibar oder der letzte Grund’ von Alfred Andersch zu finden ist, aber nirgendwo in Rerik. Und das, obgleich das Fischerdorf am Haff doch die spannende Kulisse jenes Buches war! „Viele bleiben aber dann doch und entdecken etwas anderes“, so Pastorin Karen Siegert.

Orgel der Sankt Johannis-Kirche

Orgel der Sankt Johannis-Kirche

Und manches davon wird im Gottesdienst zu hören sein. Etwa der schöne, warme Klang der 1780 geschaffenen Orgel, der Reriker Kirchen- und Jugendchor mit Werken von Felix-Mendelssohn-Bartholdy und nicht zuletzt: Menschen, die bewusst geblieben sind, in Rerik und seiner farbenprächtigen, ja: fröhlich anmutenden Barock-Kirche. So lädt der Gottesdienst ein zu einem spannungsvollen Arrangement aus Musik und Literatur von Martin Luther, Ernst Barlach und dem biblischen Propheten Jeremia: „Verstecken war übrigens nicht das Richtige.“

Die Predigt hält Karen Siegert, die musikalische Leitung hat Kantor Bernhard Barth. Als Sprecherin zu hören: Elina Bernitt, Lektor ist Joachim Sauer.