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Gottesdienst vom Deutschlandfunk

Evangelischer Gottesdienst am 8.11. aus Kempen

Der Deutschlandfunk überträgt den Gottesdienst aus der Thomaskirche

Evangelische Thomaskirche Kempen

Die evangelische Thomaskirche

Manchmal haben Menschen einfach Glück. Dann ist das für sie „der Himmel auf Erden“. Manchmal müssen Menschen leiden. Dann sehnen sie sich nach einem ganz anderen Leben. vielleicht nach einem ganz anderen Ort, weil das Leben zuhause nicht mehr auszuhalten ist. „Sehnsuchtsorte“ – darum geht es im Gottesdienst aus der Thomaskirche in Kempen. Nur: der Himmel ist kein Ort. Oder doch? „Das Reich Gottes ist mitten unter euch,“ sagt Jesus von Nazareth. Gottesdienst und Predigt regen an, Orte zu finden oder zu schaffen, an denen das Leben wirklich anders ist.

Die über 800 Jahre alte Stadt Kempen liegt am Niederrhein, nahe Krefeld und Düsseldorf. Vor den Toren die typisch niederrheinischen Felder. Im November, jedes Jahr am Martins-Abend ziehen gut 3.000 Schülerinnen und Schüler in einem Fackelzug durch die Straßen, ein Ereignis, das überregional bekannt ist.

Hier ist der Geburtsort des Mystikers Thomas von Kempen, der wie Martin Luther Augustiner-Mönch war. In der Reformationszeit war die Stadt für kurze Zeit eine Hochburg der evangelischen Bewegung in Kur-Köln, die jedoch im Zuge der Gegenreformation weichen musste. Heute hat die alte Stadt ein junges Erscheinungsbild, weil viele Familien hier zu Hause sind. Die meisten Berufstätigen pendeln in die nahe gelegene Region Düsseldorf oder ins Ruhrgebiet.

Die Evangelische Kirchengemeinde ist nach dem Zweiten Weltkrieg stark angewachsen, als viele Flüchtlinge und Vertriebene hier ein neues Zuhause fanden. In den Achtzigerjahren sind viele Russlanddeutsche hierher gezogen, die inzwischen gut integriert sind.

Die Evangelische Kirchengemeinde hat sich als Leitmotiv gesetzt: Ein Zuhause für viele. Sie hat rund 5.000 Gemeindeglieder - ein Fünftel der Bevölkerung Kempens – und freut sich über beste ökumenische Nachbarschaft mit der katholischen Pfarrei. So hat die Evangelische Gemeinde vor dreißig Jahren ihre Kirche Thomaskirche genannt, um an den großen Sohn der Stadt zu erinnern, der vor der Reformation gewirkt hat und für die gemeinsame Geschichte steht.

An der Gottesdienstgestaltung sind das Vokalensemble der Gemeinde unter der Leitung von Kantorin Stefanie Hollinger beteiligt, ebenso der Posaunenchor unter Leitung von Martin Bökelheide. Die Liturgen sind Pfarrer Roland Kühne, Rita Fuchs-Gallach und Karin Scheele. Die Predigt hält Pfarrer Michael Gallach.

Kirchliche Verantwortung: Pfarrer Frank-Michael Theuer