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Aktuell Europa

Europol: Mehr als tausend mutmaßliche Kriminelle festgenommen

Mit Europol kämpfen die 28 EU-Mitgliedsstaaten gegen das organisierte Verbrechen. Jetzt ist der europäischen Polizeibehörde die größte jemals gestartete Aktion gelungen - und die Festnahme vieler Verdächtiger.

"Es handelt sich um die bedeutendste koordinierte Aktion, die jemals in Europa gegen das organisierte Verbrechen geführt wurde", sagte Europol Direktor Rob Wainwright (Artikelbild) über den europaweiten "Joint Action Day". Polizeikräften aus 34 verschiedenen Ländern sei es gelungen über 1.000 Menschen festzunehmen, die in Menschenhandel, Drogen- und Waffenhandel, Betrug oder Geldwäsche verstrickt sein sollen.

Das Ergebnis der international angelegten Aktion: 30 rumänische Kinder seien aus den Händen von Menschenhändlern befreit worden. Sie hätten vermutlich als Sexsklaven verkauft werden sollen. Darüber hinaus seien 600 Kilogramm Kokain, 200 Kilogramm Heroin, mehr als eine Tonnen Cannabis sowie einige Luxus-Autos und etwa eine Million Euro Bargeld beschlagnahmt worden.

Größte koordinierte Aktion

Mit über 20.000 beteiligten Polizeikräften sei die Aktion "Achimedes" die größte gemeinsame Polizei-Operation in Europa gewesen. Neben den 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union nahmen auch Australien, die USA, Norwegen, Serbien, Kolumbien und die Schweiz teil. Gemeinsam mit Eurojust, Frontex und Interpol hätten sie eine Woche lang Kontrollstellen auf Straßen, an Grenzübergängen sowie an See- und Flughäfen überprüft, berichtete das Bundeskriminalamt (BKA).

Menschenhandel Europa (Foto: picture-alliance/dpa)

Internationaler Menschenhandel stellt die deutsche Polizei vor neue Probleme

Zusammen gegen neue Herausforderungen

Wainwright betonte, die Zusammenarbeit von Verbrechern und Banden würde immer ausgereifter. Die Akteure seien immer besser vernetzt und nutzten für ihre kriminellen Machenschaften die oft schwer zu überwachenden Teile des Internets. BKA-Präsident Jörg Ziercke sagte über die Herausforderungen der Polizeibehörden: "Organisierte Kriminalität hat viele Gesichter und ist international. Diese Entwicklung muss mit einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden entgegengewirkt werden."

In Deutschland habe die Operation zur Festnahme von elf Personen geführt, die unter Verdacht stünden, Ausländer eingeschleust zu haben. Über 200 illegal eingereiste Personen hätten die deutschen Behörden feststellen können und es hätten sich neue Verdachtsfälle in Bezug auf Menschenhandel ergeben.

nin/gmf (dpa, rtrs, afpd)

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