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Fußball

Europas Stürmer-Karussell dreht sich

Mario Gomez wird künftig für den AC Florenz stürmen, auch Neymar und David Villa haben bereits einen neuen Verein. Ansonsten sind einige große Stürmer-Transfers noch offen, andere werden wohl nie stattfinden.

Von Gomez bis Neymar, von Cavani bis Ronaldo: Torjäger sind im Fußball heiß begehrt. Schon seit Wochen ist das Stürmer-Karussell in Europa deshalb in voller Fahrt. Einige große Transfers wie der von Brasiliens Super-Star Neymar, der vom FC Santos nach Barcelona wechselt, oder der von Bayern Münchens Angreifer Mario Gomez zum AC Florenz sind bereits perfekt, andere stehen kurz bevor - und wiederum andere werden über den Status eines Gerüchts nicht hinauskommen.

Bis zum 31. August haben die europäischen Vereine Zeit, ihre Teams in der Offensive nachhaltig zu verstärken, ehe sich das Tranferfenster bis Januar wieder schließt. Man müsse abwarten, "was sich auf dem Transfermarkt noch ergibt", sagt Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge, "aber wenn etwas Sinnvolles auf dem Markt ist, werden wir das intern seriös diskutieren".

Dass der Triple-Sieger aber tatsächlich noch einen hochkarätigen Ersatz für Gomez verpflichtet, ist unwahrscheinlich. Zumal der Dortmunder Robert Lewandowski spätestens im Sommer 2014 ablösefrei zum Rekordmeister wechseln wird. Vielmehr hat man mit dem Gomez-Transfer, der rund 20 Millionen Euro in die Kasse spült, Platz im Kader gemacht. Denn mit Mario Mandzukic und Claudio Pizarro hat der FC Bayern München zwei torgefährliche Mittelstürmer – hinzu kommen Mario Götze, Thomas Müller, Arjen Robben und Franck Ribéry, die im neuen System von Pep Guardiola ebenfalls als einzige Spitze vorgesehen sein könnten.

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David Villa zieht sein Trikot hoch und zeigt den nackten Bauch (Foto: dpa)

David Villa wechselt das Trikot: Von Barcelona geht es zu Atletico Madrid

Die Münchener geben also einen Top-Stürmer ab, andere Großklubs sind dagegen händeringend auf der Suche nach einem eben solchen, oder sie haben bereits hohe Summen investiert, um den FC Bayern wieder vom europäischen Fußball-Thron zu stoßen. Der italienische Meister Juventus Turin holte für 16 Millionen Euro den Argentinier Carlos Tevez von Manchester City. Der FC Barcelona ließ sich die Verpflichtung des brasilianischen Superstars Neymar, der künftig an der Seite von Weltfußballer Lionel Messi stürmen wird, insgesamt gar 57 Millionen Euro kosten.

Spaniens Weltmeister David Villa flüchtete deshalb von Barça zu Atletico Madrid. Der Hauptstadtclub zahlte 5,1 Millionen Euro für 50 Prozent der Transferrechte an Villa. Bei Atletico wiederum war ein Platz im Angriff frei geworden, nachdem der AS Monaco den Kolumbianer Radamel Falcao für 45 Millionen Euro verpflichtet hatte. Falcao hatte in der abgelaufenen Saison der Primera Division in 34 Partien 28 Treffer erzielt und war damit hinter Messi (46 Tore) und Cristiano Ronaldo (34) drittbester Torjäger in Spaniens Eliteliga.

Warten auf Cavani

Der Königstransfer bei den Torjägern steht aber noch aus. Uruguays Star Edinson Cavani kommt für 63 Millionen Euro vom SSC Neapel zu Paris St. Germain - ein Wechsel der im ohnehin schon aufgeregten Stürmer-Markt für noch mehr Bewegung sorgen wird. Neapel hatte als Ersatz schon Gomez haben wollen, blitzte aber ab. Die Italiener werden das viele Geld jedoch sicher reinvestieren. Das neueste Gerücht: Napoli will jetzt unbedingt den ehemaligen Bundesliga-Torjäger Edin Dzeko von Manchester City haben.

Edinson Cavani jubelt und schreit mit offenem Mund (Foto: dpa)

Heißbegehrt und wohl auf dem Weg nach Paris: Neapels Torjäger Edinson Cavani

Ebenfalls im Gerüchte-Karussell der Top-Torjäger dabei: Stevan Jovetic aus Montenegro, derzeit noch in Florenz, der in Neapel, Liverpool und Chelsea im Gespräch ist. Chelsea soll gemeinsam mit dem Stadtrivalen Tottenham auch Interesse am Belgier Christian Benteke von Aston Villa haben. Der Belgier, der in der vergangenen Saison 19 Tore in 34 Spielen erzielte, will weg und kostet 35 Millionen Euro. Torjäger Luis Suarez vom FC Liverpool hat ebenfalls geäußert, dass er unbedingt Champions League spielen will. Schon hieß es, Real Madrid sei ein Kandidat. Kosten: 35 Millionen Euro.

Bei den Königlichen selbst steht indes Cristiano Ronaldo mal wieder im Zentrum diverser Gerüchte, nachdem der Portugiese zuletzt angedeutet hatte, den englischen Fußball zu vermissen. Es dauerte nicht lange, da war eine Rückkehr von "CR7" zu Manchester United in aller Munde. Reals Klubpräsident Florentino Perez erklärte nun aber, dass er sich sicher sei, "dass Cristiano seine Karriere bei Real Madrid beendet". Eigentlich eine klare Aussage, mit Sicherheit aber noch nicht die letzte zu diesem Thema.