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Deutschlehrer-Info

Europas Jugendliche mögen Fremdsprachen

Mehr als die Hälfte der Jugendlichen in der Europäischen Union lernt nicht nur eine Fremdsprache. Auch Deutsch ist in Europa beliebt. Die deutschen Schüler allerdings begeistern sich weniger für das Sprachenlernen.

Englisch ist seit vielen Jahren die Universalsprache, deren Beherrschung in der globalen Wissens- und Informationsgesellschaft unverzichtbar ist. Nicht verwunderlich also, dass nahezu jede Schülerin und jeder Schüler in der Europäischen Union Englisch lernt. Angesichts dieser Bedeutung des Englischen als moderne Lingua Franca ist es jedoch weniger selbstverständlich, dass mehr als jeder zweite Jugendliche in der EU noch eine weitere Fremdsprache lernt.

Im Sekundarbereich I lag der Anteil der Schüler, die mindestens zwei Fremdsprachen lernen, im Jahr 2014 bei fast 60 Prozent. Das teilte das EU-Statistikamt Eurostat Anfang Februar in Luxemburg mit. Hinter dem Englischen folgen demnach Französisch, das etwa 34 Prozent aller Schüler lernen, Deutsch mit 23 Prozent und Spanisch mit 13 Prozent. Der Sekundarbereich I bezeichnet die mittlere Schulbildung und reicht in Deutschland von der 5. bis zur 9. oder 10. Klasse. Das entspricht etwa einem Alter von 10 oder 11 bis 15 beziehungsweise 16 Jahre.

Während fast jeder luxemburgische, finnische und italienische Schüler zwei oder mehr Fremdsprachen lernt, sind es in Ungarn, Irland und Österreich dagegen weniger als zehn Prozent. Deutschland liegt mit rund 39 Prozent unter dem europäischen Durchschnitt.

Deutsch als Fremdsprache wird von allen Schülern und Schülerinnen in Luxemburg gelernt. Allerdings ist Deutsch neben Französisch und Luxemburgisch auch eine der Amtssprachen des Landes. Auch an den Schulen in Dänemark (etwa 74 Prozent), Polen (69 Prozent) und der Slowakei (55 Prozent) ist Deutsch weit verbreitet.

ip (dpa)

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