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Sport

Europas Fußball erlischt, wenn Roman mit Fliege fischt

Die internationale Finanzkrise bedroht auch den Fußball, sagt Oliver Bierhoff, Manager der Nationalelf. Das Gebäude könnte ganz schnell zusammenstürzen - wenn ein Fisch anbeißt.

Ein Fliegenfischer steht mit seiner Angelroute im Bach. Quelle: dpa

Fliegenfischen bedroht Fußball

Der Karpfen ist schuld. Roman Abramowitsch zieht beim Fliegenfischen in Kanada ein Prachtexemplar aus dem Bach. Nachdem er über den tollen Fang gejubelt hat, wird er nachdenklich. "Warum investiere ich eigentlich noch in den Fußball? Viel zu teuer, kaum Rendite, und jetzt auch noch die Finanzkrise. Ab sofort pumpe ich mein Geld ins Fliegenfischen: athletisch, spektakulär, naturnah, alles was eine erfolgreiche Sportart braucht. Und vor allem viel billiger als Fußball!" Zurück in London verkündet Roman, der Schreckliche: Chelsea ist out, Fliegenfischen in. Alle Profis könnten sich umschulen lassen, müssten sich aber auf Gehaltseinbußen von etwa 99,5 Prozent einstellen. Die Nachricht schlägt ein wie eine Bombe. Der Spielbetrieb der Premier League wird ausgesetzt. Als nächster entdeckt der Geldgeber von Manchester City, ein Milliardär aus Abu Dhabi, sein Herz fürs Fliegenfischen. Wie Dominosteine fallen nun die anderen großen Vereine: Manchester United, FC Arsenal, FC Liverpool.

Hoffenheimer Karpfenteich

MilliardärRoman Abramovich und Gazprom-Chef Alexei Miller im Gespräch auf der Fußballtribüne. Quelle: dpa

Abramowitsch und Gazprom-Chef Miller: Kommst du heute zum Fliegenfischen?

Die Krise schwappt auf Deutschland über. Gazprom dreht Schalke den Geldhahn zu, nachdem auch Ex-Kanzler und Gazprom-Mitarbeiter Gerhard Schröder einen Angel-Anfänger-Kurs besucht hat. Seite an Seite mit Dietmar Hopp, der die Baustelle für das neue Stadion von 1899 Hoffenheim einreißen lässt, um an deren Stelle Karpfenteiche anlegen zu lassen. DFB-Chef Theo Zwanziger alarmiert seine Fußballfreundin Angela Merkel. Die Kanzlerin will daraufhin eine Bürgschaft für alle Profigehälter verkünden, wird aber in letzter Minute vom eingefleischten Fliegenfischer Peer Steinbrück zurückgepfiffen. Uli Hoeneß löst den FC Bayern München auf und lässt bei Roman Abramowitsch nachfragen, ob man nicht als Köder statt Fliegen auch Wurst aus der Hoeneß-Fabrik verwenden könnte. Panische Bundesligaprofis stürmen Angelläden. Gewaltbereite Abwehrspieler gründen eine Terrorgruppe. Fliegenfischen bei Nacht wird aus Furcht vor Anschlägen untersagt. Innenminister Wolfgang Schäuble setzt die Bundeswehr zur Gefahrenabwehr ein ... Und alles nur wegen eines Karpfens in Kanada. Die kommen dort eher selten vor? Na dann.

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