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Autoindustrie

Europas Automarkt brummt

Die Europäer kaufen wieder Autos, was der Markt hergibt – und das ist eine Menge: Im August wurden 5,5 Prozent mehr Autos in den EU-Ländern zugelassen als im Vorjahresmonat.

Insgesamt wurden in den Ländern der Gemeinschaft  im August 865.000 Neuwagen verkauft. Das ist ein Zehn-Jahresrekord. Das Ergebnis liegt über dem bisherigen Rekord im August 2008, meldete der europäische Branchenverband ACEA. In den ersten acht Monaten des Jahres wuchs der Automarkt in Europa damit um 4,5 Prozent.

Besonders üppig verliefen die Verkäufe im August in Südeuropa, wo der Automarkt lange Zeit schwächelte. In Italien lag das Plus bei knapp 16 Prozent, in Spanien  bei 13 Prozent. Auch aus Frankreich wird ein kräftiger Zuwachs vermeldet (9,4 Prozent), während  der Auto-Markt  in Deutschland sich mit einem Plus von 3,5 Prozent verhaltener entwicklelte.

Dennoch zählt Deutschland zu den Gewinnern der Marktentwicklung: Die deutschen Autobauer vermeldeten im August allesamt Wachstum. Am stärksten konnte schon wie in den Monaten zuvor Daimler mit seinen Marken Mercedes und Smart zulegen, während aus dem VW-Konzern zwar insgesamt mehr Autos zugelassen wurden, aber die Marken VW und Porsche schwächelten. 

Ausnahme Großbritannien

Eine Ausnahme in Europa bildete im August Großbritannien. Die Verunsicherung über den Brexit und die Pfund-Schwäche dämpften dort die Kauflaune deutlich. Die Zulassungszahlen in diesem Markt gingen um 6,4 Prozent zurück. Das gilt auch für das gesamte bisherige  Jahr: Die Nachfrage nach Autos auf den britischen Inseln sank um 2,4 Prozent.

Europaweit hielt derweil der Negativtrend beim Absatz von Diesel-Neuwagen an: Auf den fünf größten Absatzmärkten - Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien - sanken die Neuzulassungen im August insgesamt um knapp sieben Prozent. Der Absatz von Neuwagen mit einem Elektro- oder Hybridantrieb stieg in den Ländern hingegen deutlich: um 74 Prozent auf insgesamt gut 27.500 Fahrzeuge. Der Marktanteil der beiden Antriebsformen liegt damit nun bei 4,7 Prozent.

ar/hg (dpa, afp – acea)

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