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Fußball

Europa-League-Therapie

Nach ihren Bundesliga-Fehlstarts versuchen Frankfurt und Stuttgart in der Europa League zu punkten. Das müssen sie auch, denn die beiden Klubs sind im Gegensatz zu Freiburg noch nicht für die Gruppenphase qualifiziert.

Stuttgart gegen Plowdiw in der Europa League Qualifikation: Plowdiws Romario Kortzorg (l) kämpft mit Stuttgarts Ibrahima Traoré um den Ball. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Stuttgart gegen Plowdiw in der Europa League Qualifikation

Rijeka also. Fredi Bobic weiß genau, wo die Stadt liegt, welche Mentalität die Menschen dort haben, welchen Fußball der Verein HNK spielt. Der Sportdirektor des VfB Stuttgart hat bei dem kroatischen Klub 2006 seine Profikarriere ausklingen lassen. Jetzt ist der HNK Rijeka der Gegner der Stuttgarter in der Playoff-Runde der Europa League (22.08.2013, 20:30 Uhr MEZ).

Bisher hat der VfB Stuttgart in dieser Saison noch nicht überzeugen können. In der Bundesliga haben die Schwaben die ersten beiden Spiele verloren, im DFB-Pokal hat sich das Team gegen einen Fünftligisten in die zweite Runde gezittert und in der dritten Qualifikationsrunde der Europa League so gerade eben gegen einen bulgarischen Vertreter durchgesetzt.

Stadion unter einer Felswand

Das geografisch außergewöhnliche Stadion von HNK Rijeka, das direkt am Meer und an einer Felswand gebaut wurde. Foto. Hrvoje Polan/EuroFootball/Getty Images)

Ungewöhnlich: das Stadion in Rijeka

Das Besondere am HNK Rijeka ist das Stadion - direkt am Meer gebaut, befindet es sich unter einer etwa 50 Meter hohen Felswand. Die Zuschauer werden durch ein Stahlnetzt vor Steinschlag geschützt. "Durch den Felsen hallt es im Stadion wahnsinnig. Die Rijeka Fans machen richtig Rambazamba", weiß Bobic aus Erfahrung zu berichten.

Obwohl die Playoff-Runde mit Hin- und Rückspiel im K.o.-System gespielt wird, geht das Team von einem Sieg und letztlich vom Weiterkommen aus. "Die Europa League ist eine ideale Bühne, um sich Selbstvertrauen zu holen." Selbstvertrauen für die Bundesliga. Am Wochenende (25.08.2013) steht das Duell gegen den FC Augsburg an und dort soll endlich ein Erfolg in der Bundesliga.

Kleine Weltreise

Dagegen ist Eintracht Frankfurt richtig heiß auf die Europa League. Nach sieben Jahren Abstinenz will Frankfurt im internationalen Wettbewerb wieder auf sich aufmerksam machen. Ebenso wie für Stuttgart steht für die Eintracht nach zwei Niederlagen in der Bundesliga nun ein Auswärtsspiel in der Europa League an – und dafür müssen sie mal eben 3350 Kilometer weit fliegen bis ans Kaspische Meer, zum FK Karabach Agdam in Aserbaidschan (22.08.2013, 18:00 Uhr MEZ).

"Die Mannschaft kann uns gefährlich werden", warnt Frankfurts Trainer Armin Veh. "Karabach ist gut organisiert und spielstark. Ob sie Bundesliga-Reife mitbringen, kann ich nicht einschätzen", so Veh, der Karabach per Video analysierte. Torwart Kevin Trapp sagte vor dem Abflug: "Es ist für uns alle etwas ganz Besonderes. Wir freuen uns darauf."

Komplizierte Setzliste

Der Europa-League-Pokal. Foto: Harold Cunningham/Getty Images)

Objekt der Begierde: der Europa-League-Pokal

Sportlich und auch finanziell geht es für die Eintracht um viel. Sollten die Hessen die Gruppenphase, also die nächste Runde erreichen, kann der Klub zusätzlich mindestens fünf Millionen Euro einnehmen. "Bei unserem schlanken Etat ist jede Zusatzeinnahme ganz entscheidend, denn sie eröffnet uns für die Zukunft Spielräume", erklärt Finanz-Vorstand Axel Hellmann.

Insgesamt spielen drei deutsche Vereine in dieser Saison in der Europa League - der SC Freiburg, Eintracht Frankfurt und der VfB Stuttgart. Letztgenannter, der sich über den DFB-Pokalfinaleinzug für die Europa League qualifiziert hatte, stieg als Verlierer des deutschen Cup-Finales als erster deutscher Klub in der dritten Qualifikationsrunde ein, setzte sich mühsam gegen den bulgarischen Vertreter Botev Plowdiw durch und steht damit nun in den Playoffs.

Dort greifen nun auch die Frankfurter ein, die als Tabellen-Sechster der vergangenen Saison das Ticket für die Europa League gebucht hatten. Der dritte Starter, SC Freiburg, profitiert von der Pokalfinal-Niederlage der Stuttgarter. Eigentlich hätte er als Fünfter ebenfalls bereits in den Playoffs einsteigen müssen. Da Stuttgart aber nicht als amtierender Pokalsieger, sondern als Pokal-Vize teilnimmt, rücken die Freiburger auf und sind bereits für die Gruppenphase, die ab Mitte September laufen wird, qualifiziert.

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