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DW-RADIO

Europa Konkret

Sie nehmen jeden Job an, arbeiten 40 Stunden die Woche und mehr und können ihre Familie trotzdem nicht ernähren - in ganz Europa gibt es Menschen, die von ihrem regulären Job nicht leben können.

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Verhindert werden kann das nach Ansicht vieler Politiker durch Mindestlöhne. Bereits in 20 von 27 EU-Ländern wurden solche gesetzlichen Lohnuntergrenzen eingeführt. Nur in Deutschland, Italien, Österreich, Zypern und den skandinavischen Ländern gibt es sie noch nicht. In Frankreich hat der Staat in der Wirtschaft dagegen immer schon recht viel zu sagen gehabt und so gibt’s da auch schon seit 1950 Mindestlöhne. Wenig qualifizierte Arbeiter sollten damit geschützt werden, aber so richtig zufrieden ist auch in Frankreich keiner mit den Mindestlöhnen. Aus Paris Christian Grimm von Radio France Internationale.

Probates Mittel gegen Lohndumping in Griechenland

Höhere Mindestlöhne als in Frankreich werden nur in Irland oder Luxemburg gezahlt, hier liegt die gesetzliche Lohnuntergrenze bei etwa 1500 Euro brutto. Auf der anderen Seite der Skala finden sich die osteuropäischen Länder, in Rumänien und Bulgarien liegt der Mindestlohn bei nur etwa 100 Euro im Monat. Im europaweiten Mittelfeld liegt Griechenland: Da kommt jedes Jahr ein Gremium aus Politikern, Unternehmern und Gewerkschaftern zusammen, um die Mindestsumme neu anzupassen, momentan liegt sie bei gut 600 Euro. Klingt ganz passabel, reicht aber auch in Griechenland kaum zum Überleben. Die Gewerkschaften fordern daher die Anhebung des Mindestlohns, wie Alkyone Karamanolis berichtet.

Zu niedrige Mindestlöhne in Slowenien

Auch wenn er nicht allzu hoch ist – der Mindestlohn wirkt in Griechenland, denn er verhindert allzu starkes Lohndumping. Ganz ähnlich ist die Situation in Slowenien – wobei auch hier fraglich ist, wie man mit dem Mindestlohn sich selbst oder gar seine Familie ernähren soll. Zwar ist der Mindestlohn seit der Einführung 1996 jedes Jahr angestiegen – nur, die Preise steigen schneller. Ksenija Smardzija Matul von Radio Slowenien.

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